Handball-Oberliga Männer

HSG Plesse: Herber Rückschlag für das Burgenteam

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Backen aufgeblasen: Plesses Jannis Schliesing (links) versucht, den Ball an Nienburgs Kai -Uwe Bergmann vorbeizuzirkeln. 

Für die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg riss am Samstagabend die Serie erfreulicher Resultate abrupt: Das Mikolajczyk-Team unterlag am Wurzelbruchweg dem Tabellenvierten HSG Nienburg – selbst in dieser Höhe verdient – mit 28:37 (11:14).

Dabei war diese Schlappe vor der Pause noch nicht abzusehen: 30 Minuten lang boten die Hausherren dem Gast von der Weser eine durchaus gleichwertige Partie – mit allerdings einem entscheidenden Schönheitsfehler: Für nahezu jedes Tor, das es auf der Habenseite verbuchte, benötigte das Burgenteam zwei Anläufe.

Unter den 22 Fehlwürfen (daneben, in der Abwehr hängen geblieben oder vom guten Gästeschlussmann abgewehrt) waren zwei Siebenmeter (Malte Sültmann/7. Minute und Raffael Pogadl/19.) sowie vier vereitelte Tempogegenstöße, allein drei davon im zweiten Durchgang.

Das zweite Manko war die stellenweise auftretende Behäbigkeit beim Umschalten auf Defensive nach Ballverlusten in der gegnerischen Spielhälfte. Ein knappes halbes Dutzend Mal standen deswegen die Torhüter des Gastgebers – der hervorragende Lennart Gees (zwölf Paraden, darunter zwei Siebenmeter) und im zweiten Durchgang Christian Wedemeyer (diesmal durchwachsen, mit zwei Paraden) – den Nienburger Angreifern allein gegenüber.

Dritter Baustein zur Niederlage: Die Hoffnungen, die man nach der ersten Halbzeit noch hegen durfte, zerstörte das Unparteiische-Gespann Dustin Andres/Philipp Pausch mit seinen reichlich eingestreuten Zeitstrafen: Vier für den Gast, aber gleich acht für die Hausherren, die beim wiederholten Spiel vier gegen sechs (30. - 32., 37. - 39. und 43. - 45., Höhepunkt war das Spiel drei gegen sechs/44.) jene Kraft ließen, die für ein besseres Resultat fehlte.

Positiv zu vermerken ist: Die Mannschaft stemmte sich lange Zeit vehement gegen diese Niederlage! In der Abwehr wechselte sie vom 6-0 über ein 5-1 zum 4-2, bei dem Nienburgs Spielmacher Malte Grabisch (12/3) und der Rechtsaußen Lars Bergmann (4) kurz genommen wurden. Im Angriff wurde der erkrankte Lukas Herale (bekam nur einige kurze Einsatzzeiten) schmerzlich vermisst.

Für die HSG sind nun nach einwöchiger Spielpause aus den dann kommenden drei Spielen – gegen Helmstedt (8. Februar) und Schaumburg (15. Februar) sowie in Hameln (22. Februar) – fünf Punkte Pflicht, wenn sie sich ihre Chance auf den Klassenerhalt wahren will.

HSG:Gees, Wedemeyer - Pogadl 6/1, Herale, Funke 3, Lange, Menn 4 (59.: dritte Zeitstrafe), Sültmann 1, Schliesing 5, Winkelmann 4, J. Crazius 4, Arndt, Herrig 1 (57./Rot o.B.), Mitrovic.  eko

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