Handball-Oberliga: Duderstadt freut sich auf die Derbys gegen die regionalen Teams

Jahn meldet sich zurück

Sieben von acht Neuzugängen des TV Jahn Duderstadt: Von links Deni Skopic, Adam Kiss, Onno Döscher, Bence Kanyó, Jan Mittelstädt, Kevin Schuldes, Christopher Barth, Trainer Thomas Brandes. Es fehlt Niklas Wittwer. Foto: Jelinek/gsd

Duderstadt. Eine Saison war er in den „Niederungen“ der Verbandsliga verschwunden – jetzt meldet sich der TV Jahn Duderstadt um so kräftiger in der Handball-Oberliga zurück. Die Eichsfelder sind wieder in der höchsten niedersächsischen Spielklasse dabei und freuen sich vor allem auf die vielen Derbys gegen die HG Rosdorf-Grone, den Northeimer HC und Mit-Aufsteiger HSG Plesse-Hardenberg.

Zur neuen Saison, die für die Jahner mit dem Auswärtsspiel in Helmstedt (27. August) beginnt, ist zwar nicht alles neu, aber doch sehr viel. An erster Stelle zunächst einmal der Trainer: Mit Thomas Brandes (48) steht wieder ein deutscher Coach an der Seitenlinie in der Sporthalle „Auf der Klappe“, nachdem man es zuletzt mit verschiedenen Trainern aus dem ehemaligen Jugoslawien versucht hatte.

Brandes war schon einmal bei den Duderstädtern in der Saison 2010/11. Es war die letzte Saison in der 3. Liga, danach ging es mit den Jahnern bergab. Der Teammanager-Wechsel von Rüdiger Anhuef zurück zu Ekki Loest trug nicht unbedingt zur Konsolidierung bei, so dass sich Brandes verabschiedete. Zuletzt war er bei Verbandsligist SF Söhre. Soviel zur Rückblende.

Brandes neuer Chefcoach

Jetzt geht der Hildesheimer Brandes, der das Polizei-Kommissariat in Seesen leitet, frisch und neu motiviert an den Start. Der neue Jahn-Manager Michael Kienberger, der Loest ablöste, derzeit aber erkrankt nicht zur Verfügung steht, sprach Brandes bereits vor Monaten an. „Ich habe mir sein Konzept angehört und fand es spannend und interessant.“

Dass die Jahner als Verbandsliga-Dritter mit 21 Minuspunkten doch noch aufstiegen, ist für Brandes fast unerklärlich. Zumal auch er die schwierigen Hintergründe kennt: Nach dem Rückzug aus der Oberliga aus wirtschaftlichen Gründen war der Stamm der Mannschaft fast komplett zusammengebrochen, in der Verbandsliga musste Kienberger mit viel Engagement immer wieder mit einigen ausländischen Spielern nachbessern.

„In der neuen Saison wollen wir einen gesicherten Platz anstreben“, gibt Brandes jetzt als Ziel aus. Dabei mithelfen sollen wieder acht neue Akteure. Über seinen bereits bei Jahn spielenden Landsmann Hrvoje Batinovic kam Deni Skopic aus der 1. Liga Kroatiens nach Duderstadt. Über Kontakte zu Ex-Kreisläufer Jakab Sibalin kamen die Verpflichtungen zu den Ungarn Bence Kanyó und Adam Kiss zustande. Für ein Riesentalent hält Brandes den Nordhäuser Christopher Barth. „Ein Schrank am Kreis“, so Brandes respektvoll.

Breckerbohm als Co-Trainer

„Wir müssen den Neuen Eingewöhnungszeit geben“, sagt der Coach, der mit Björn Breckerbohm als Co-Trainer weiter ein Duderstädter Gesicht an der Seite hat. Sie seien spielerisch stark, sollen für mehr Durchschlagskraft sorgen. Brandes: „Duderstadt war lange topp im südniedersächsischen Handball. Jetzt wollen wir versuchen, langsam Schritt für Schritt wieder zurückzukommen.“ (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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