Handball-Oberliga: Duderstadt meldet nicht mehr für Oberliga / Rosdorf gegen Lehrte

Jahn-Rückzug jetzt bestätigt

Zieht den TV Jahn Duderstadt aus der Oberliga zurück: Team-Manager und Handball-Abteilungsleiter Ekki Loest. Archivfoto: zje-gsd/nh

Göttingen. Es war nicht anders zu erwarten: Am Freitag wird Ekki Loest die Mannschaft von Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt aus der 4. Liga zurückziehen. Wenn dies einen Tag vor dem letzten Spieltag am Samstag (18 Uhr) in Soltau gemacht wird, gilt das Team als erster Absteiger in die Verbandsliga. Damit geht nach den Vorankündigungen tatsächlich das Kapitel des höherklassigen Handballs in Duderstadt zu Ende.

Ob es für die Verbandsliga reichen wird, ist offen. Ex-Kreisläufer Nerijus Kesilis ist derzeit federführend bei der Rekrutierung einer Mannschaft für diese Spielklasse. Unterstützt wird er dabei von Loest und von den früheren Spielern Stefan Pietsch und Jens Heublein. „Nerijus spricht jetzt mit den Spielern, die wir nicht verabschiedet haben“, sagt Loest.

Abschiedsspiel in Soltau

Die Grolig-Brüder Valentin und Niklas, Max Loest, Benjamin Artmann, Benjamin Möller, Alexander Kornrumpf, Torwart Magnus Gebhardt und Hagen-Carlos Heublein gehören dazu. Für eine neue Mannschaft reichen sie jedoch allein nicht aus. Im schlechtesten Fall müsste Jahn bis in die Regionsoberliga runter. Kein Thema mehr ist auch Trainer Christian Caillat, der einen neuen Job gefunden hat.

Das letzte Spiel in der Oberliga beim Drittletzten MTV Soltau hat sportlich keine Bedeutung mehr für die Jahner. „Wir wollen uns dort aber auch noch einmal ordentlich verkaufen“, sagt Loest, der sich aus beruflichen Gründen zurückzieht. „Das hatte ich schon letztes Jahr gesagt, doch selbst in der Handballabteilung hat das wohl keiner so richtig ernst genommen.“ So gibt es auch bisher keinen Nachfolger für den Duderstädter Handball-Macher.

Mit dem Heimspiel gegen den Lehrter SV beendet die HG Rosdorf-Grone die Oberliga-Saison. Platz drei können die Rosdorfer indes nur noch erreichen, wenn sie selbst gewinnen und der MTV Großenheidorn nicht gegen die TG Münden gewinnt. Für Rückraum-Scharfschütze Gerrit Kupzog wäre es genauso das letzte Spiel für die HG geworden wie für Aaron Frölich (aus gesundheitlichen Gründen) und Konstantin König (studienbedingt länger weg). Doch Kupzog kickte in Helmstedt um fällt aus.

Ein nicht unerheblicher Aspekt ist auch Rosdorfs bärenstarke Heimbilanz. Bislang hat das Team von Trainer Gernot Weiss kein Heimspiel verloren, gab bei zwölf Siegen nur gegen Dingelbe und Schaumburg (jeweils 27:27) je einen Punkt zuhause ab. „Wir wollen die weiße Weste behalten, auch wenn die Akkus nicht mehr voll sind“, sagt Coach Weiss, den die Abschieds-Szenarien ebenso wenig interessieren wie Torjägerlisten. Stolz ist er aber auf die beste Abwehr der Oberliga ist. Im Schnitt kassierte die HG nur 23,96 Gegentore pro Spiel – der Liga-Bestwert. (haz/gsd)

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