Janotta tritt in Münden zurück

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Zog die Konsequenzen aus dem bisherigen Saisonverlauf: Frank Janotta (links), hier beim Spiel in Hameln mit Christian Grambow (rechts) und Lukas Michalke. 

Hann. Münden. Frank Janotta ist als Trainer des Handball-Oberligisten TG Münden zurückgetreten. „Wenn du Woche für Woche versuchst, das Rad zu drehen und du hast keinen Erfolg, musst du auch die Konsequenzen ziehen“, meinte Janotta am Mittwoch.

Einen Tag zuvor hatte er sich schon von der Mannschaft verabschiedet.

Aktualisiert um 18.15 Uhr

Die TG ist mit acht Niederlagen hintereinander äußerst schlecht in die Saison gestartet. Höhepunkt der Negativserie war die 22:31-Niederlage am Sonntag gegen das bisherige Schlusslicht Eintracht Hildesheim II. „Ich habe gemerkt, dass es einfach nicht voran geht“, so Janotta weiter. Seinem nun vollzogenen Rückzug sei ein schleichender Prozess vorausgegangen. Janotta hatte sich wohl mehr Unterstützung in puncto Zusammenstellung der neuen Mannschaft erhofft. „Als das nicht voranging, hätte ich eigentlich schon im vergangenen Frühjahr aufhören sollen“, sagt der 48-Jährige, der nach jüngsten Plänen der TG auch noch die Geschäftsführerposition von Thomas Eisenbach übernehmen sollte. „Das ist erst mal vom Tisch. Ich brauche jetzt einen echten Schnitt“, unterstreicht Frank Janotta, der seine gesamte private Zeit seiner bisherigen Mannschaft verschrieb.

Reiner Schmitz, der 2. Vorsitzende der TG, hofft, dass Frank Janotta künftig dem Verein in einer anderen Funktion wieder zur Verfügung stehen wird. Der Zeitpunkt des Trainerrücktritts sei zwar schwierig, doch eröffne er dem Neuen auch Möglichkeiten. „Schließlich kann man zu diesem relativ frühen Saisonzeitpunkt noch seine Vorstellungen mit der Mannschaft gut umsetzen“, ist sich Schmitz sicher. Jetzt habe man noch Zeit, das Ruder herumzureißen.

Die Frage bleibt: Wer soll und kann es machen? Entlassene Trainer sind Ende Oktober im Handball so gut wie nicht zu finden. „Vielleicht ist das ja eine attraktive Aufgabe für einen Trainer, der zwar die Qualifikation hat, aber unterklassig trainiert“, mutmaßt Reiner Schmitz. Eine Liste mit Namen gebe es noch nicht. Gemeinsam mit den Oberligaspielern und dem Coach der zweiten Mannschaft, Christian Dümer, werde man mögliche Kandidaten herausarbeiten. In diesem Findungsprozess kommt der TG gelegen, dass die Mannschaft erst am übernächsten Wochenende wieder im Punktspieleinsatz ist. Fest steht laut Reiner Schmitz bislang lediglich, dass es keine vereinsinterne Lösung geben soll. Das Training der 1. und zweiten Mannschaft wurde unterdessen zusammengelegt. Bis ein neuer Coach gefunden ist, sind Christian Dümer und Jann Rentsch verantwortlich. (mbr)

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