Handball-Oberliga Männer: Rosdorf gewinnt 39:27

Klarer Startsieg, aber Trainer-Duo mäkelt

Hiergeblieben! Hildesheims Adrian Bedijs überprüft die Reißfestigkeit des Trikots vom HG-Toptorschützen Mathis Ruck. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Klarer Sieg im ersten Spiel, aber trotzdem zwiespältige Gefühle bei der HG Rosdorf-Grone!

Die zweite Mannschaft von Drittligist Eintracht Hildesheim, die fast ausschließlich mit A-Jugendspielern angetreten war, wurde mit 39:27 (20:9) bezwungen, doch mit der zweiten Halbzeit waren HG-Trainer Gernot Weiss und sein Assistent Lennart Pietsch überhaupt nicht zufrieden.

„In der zweiten Hälfte hatten wir kein Oberliga-Niveau“, kritisierte der Chefcoach. „Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert, das war ja nur ein A-Jugendteam.“ Und auch Pietsch sprach von einer „ziemlichen Grütze“. Es habe an der richtigen Einstellung gemangelt.

Die ersten zehn Minuten verliefen recht ausgeglichen. Bis zum 6:5 waren die Eintrachtler noch auf Tuchfühlung. In der Folge setzte sich die HG jedoch immer weiter ab, wobei sich alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. „Da haben wir gut getroffen“, meinte Pietsch. Am erfolgreichsten waren dabei Mathis Ruck und Marlon Krebs. Torwart Julian Krüger parierte den ersten Siebenmeter, der in der zweiten Hälfte nach 35 Minuten eingewechselte neue zweite Schlussmann Daniel Ziegler entschärfte später noch zwei weitere Hildesheimer Strafwürfe. Über 12:6 und 18:8 baute die HG ihren Vorsprung bis zur Pause auf 20:9 aus.

HG lässt Zügel schleifen

Doch wie es oft so ist: Im Gefühl des sicheren Erfolgs ließen die Rosdorfer vor allem in der Defensive die Zügel schleifen. „Es wurde zum munteren Scheibenschießen“, beschrieb Co-Trainer Pietsch den Spielverlauf nach dem Wechsel. Beide Teams agierten fast ohne Abwehrarbeit, so dass Eintracht noch zu 18 Toren kam, was vor allem Weiss überhaupt nicht schmeckte.

Da die HG den Gästen auch körperlich überlegen war, pfiffen die Schiedsrichter zudem fast jeden harten Körperangriff gegen die Gastgeber. Zehn Zeitstrafen gegen Rosdorf waren die Folge, nur fünf erhielt Eintracht. Trotz aller Kritik des Trainer-Duos setzte sich die HG mit dem ihrer Meinung nach noch nicht hoch genug ausgefallenen Sieg auf den zweiten Tabellenplatz. Weiss: „In Schaumburg wird uns so ein Auftritt nicht reichen.“

HG RG: Krüger, Ziegler – Ruck 11, Krebs 10, Osei-Bonsu 2, Zech 3, Brandes 3, Menn 1, Naß 4, Avram 4, Herthum 1, Quanz, Bruns, Laske. (haz/gsd)

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