Handball-Oberliga: 37:19 gegen einen dezimierten Gast

Scharfe Kritik vom Trainer trotz klaren Erfolgs der HG Rosdorf-Grone

Erfolgreich: Rosdorfs Rechtsaußen Mathis Ruck überwindet Hildesheims Torwart Claas Meyer und erzielt einen seiner neun Treffer. Patrick Dany (rechts) kann nicht mehr eingreifen. Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. Eigentlich stand der Sieger zwischen der HG Rosdorf-Grone und der zweiten Mannschaft von Eintracht Hildesheim schon vor dem Anpfiff fest, da die Gäste nur mit 7 Spielern angereist waren.

Dieses auf eine Sperrung der A 7 zurück zu führende ungleiche Duell, das niemanden so recht zufriedenstellen konnte, endete dann auch standesgemäß mit einem deutlichen 37:19 (19:9)-Sieg für die Gastgeber. Damit bleibt das Team von Trainer Gernot Weiss in der Tabelle der Handball-Oberliga auf Rang drei mit einem Spiel im Rückstand gegenüber Spitzenreiter HSG Nienburg und dem Tabellenzweiten MTV Vorsfelde.

„Katastrophal“, so das harte Urteil von Weiss aufgrund der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Ganz so kritisch dürften es viele der 150 anwesenden Zuschauer aber nicht gesehen haben. „Vom Kopf her war das negativ mit Blick auf unser schweres Spiel in einer Woche in Wittingen. Da hätten wir gegen Hildesheim etwas für unsere Psyche tun können“, ergänzte Weiss.

Döscher mit tollen Reflexen

Gewannen die Gastgeber die ersten 30 Minuten mit 19:9, so wurde die zweite Halbzeit mit 18:10 fast kopiert. Allerdings wirkten die Aktionen der Rosdorfer in der Tat nach dem Wechsel sicherlich auch aufgrund des Zehn-Tore-Vorsprungs zur Halbzeit nicht mehr besonders zwingend, wurde die Konzentration in der HG-Defensive nicht mehr so hoch gehalten. Der nach der Pause für Julian Krüger eingewechselte Onno Döscher brachte die Hildesheimer mit unglaublichen Reaktionen und Reflexen schier zur Verzweiflung und verhinderte somit, dass die Gäste merklich hätten verkürzen können.

Fielen im ersten Spielabschnitt noch viele Tore über die Außen, und da vornehmlich durch den starken Rechtsaußen Mathis Ruck, den mit neun Treffern erfolgreichsten Rosdorfer Werfer, so wurden die Außenpositionen nach dem Wechsel zu sehr vernachlässigt. „Da war mir auch zu wenig Bewegung und zu viel Passivität im Spiel meiner Mannschaft“, kritisierte Weiss den Auftritt in der zweiten Halbzeit. Nach 46 Minuten äußerte der Trainer seinen Unmut: „15 Gegentreffer sind zu viel.“ Von diesem Zeitpunkt an war die Konzentration bei den HG-Spielern wieder da, ließ die Defensive nur noch vier Gegentore bis zum Schlusspfiff zu.

HG: Krüger, Döscher - Ruck 9/1, Kupzog 2, Heske 2, Molzahn 3, Müller 2, Brandes 3/2, Krebs 7, König 2, Bohnhoff 1, Frölich 4, Bruns 2/1. (gsd)

Von Walter Gleitze

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