TG Münden bezwingt VfL Wittingen

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Hatte auch von der Siebenmeterlinie gute Nerven: Jendrik Janotta, der hier aus dem Rückraum abzieht.

Hann. Münden. Mit einem 30:27 (9:9)-Heimsieg über den VfL Wittingen haben die abstiegsbedrohten Oberliga-Handballer der TG Münden den Kontakt zum 15. Tabellenplatz hergestellt.

Der könnte am Saisonende die Rettung bedeuten, auch wenn das aufgrund der Tabellenkonstellation in der 2. und 3. Liga noch längst nicht feststeht. Wir lassen das Spiel gegen Wittingen im Schellcheck Revue passieren.

Wie war am Samstag der Spielverlauf?

Wie eine Achterbahnfahrt. Nachdem sich beide Teams in der ersten Halbzeit im Auslassen von Torchancen förmlich überboten hatten, marschierten sie bis zum 15:15 (40.) im Gleichschritt weiter. Mit einem Zwischenspurt zogen die Mündener dann innerhalb von acht Minuten auf 22:16 davon und sahen schon wie die sicheren Sieger aus. Die Gäste kamen aber noch einmal auf 20:23 heran (54.) und in der Gymnasiumshalle fing das Zittern an. Eine von TG-Trainer Markus Piszczan genommene Auszeit und der anschließende Treffer von Björn Prinz brachten aber wieder Ruhe ins Spiel, und die Gastgeber schaukelten die Sieg über die Ziellinie.

Und die Leistung der TG Münden? 

Nicht wirklich gut. 19 Fehlwürfe (darunter drei vergebene Siebenmeter) und elf technische Fehler sprechen für sich.

Wie war der Gegner aus Wittingen? 

Den entscheidenden Tick schlechter. Mit dem 13-fachen Torschützen Janosch Kochale hatten die zwar den überragenden Werfer der Begegnung auf ihrer Seite und mit Kevin Preisner einen starken Keeper zwischen den Pfosten. Aber ansonsten war deutlich zu sehen, warum der VfL in dieser Saison in fremder Halle erst einen Punkt geholt hat.

Gab es einen Matchwinner in der Partie? 

Ja, Daniel Voß. Nachdem der TG-Torwart eine Woche zuvor bei der Niederlage gegen Nienburg kaum eine Hand an den Ball bekommen hatte, zeigte er am Samstagabend eine besonders starke Leistung und trug mit 21 gehaltenen Bällen maßgeblich zum Sieg seiner Mannschaft bei.

Wer konnte bei der TG sonst noch überzeugen? 

Vor allem Jendrik Janotta, der in der entscheidenden Phase vier Strafwürfe verwandelte und mit insgesamt sechs Treffern bester Werfer seiner Mannschaft war. Mit jeweils fünf Toren trugen aber auch Nico Backs, Björn Prinz und der einmal mehr über die gesamte Spielzeit mit einer Manndeckung bedachte Christian Grambow zum Erfolg bei.

Wie war die Stimmung in der Halle? 

!Obwohl auf den Rängen doch einige Plätze frei blieben, stand das Mündener Publikum wieder wie eine Wand hinter seiner Mannschaft. Immer dann, wenn es eng wurde und Hallensprecher Thorsten Schmook die Fans zum Anfeuern aufrief, waren sie da. Und auch wenn das Spiel nicht wirklich hochklassig gewesen war, feierte das Publikum den Sieg am Ende mit stehenden Ovationen.

Was sagte Trainer Markus Piszczan? 

Auch wenn sich der TG-Trainer über den Sieg freute, konnte er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht so recht zufrieden sein. „Heute hat Daniel Voß großartig gehalten, dafür haben wir vorne viel zu viele Chancen ausgelassen“, bemängelte er die hohe Zahl an Fehlversuchen. Für die kämpferische Leistung seiner Jungs gab es allerdings ein dickes Lob. „Daran gibt es überhaupt nichts auszusetzen“, sagte Piszczan.

Wie geht es jetzt für die TG weiter? 

Am kommenden Samstag empfängt die TG mit den Handballfreunden Helmstedt/Büddenstedt wieder ein Team aus dem Tabellenmittelfeld in der Gymnasiumshalle. Bei einer ähnlich engagierten Vorstellung und einer besseren Trefferquote könnte Hildesheim II nach Pluspunkten eingeholt werden. TG Münden: Voß, Gerland - Janotta 6/4, Prinz 5, Backs 5, Grambow 5/1, Mendisch 3, Stajic 3, Bolse 1, Endig 1, Lieberknecht 1, Rentsch, Toll.

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