Abstiegskampf für den TG Münden

TG Münden: Entwarnung aus der 3. Liga

Ein bisschen Beten kann in der aktuelle Lage der TG nicht schaden: Das scheint sich hier auch Trainer Markus Piszczan zu denken. Foto: Schröter

Hann. Münden. Handball-Oberligist TG Münden bekommt immer mehr Probleme durch eine verstärkte Hildesheimer Reserve. Die schlug nun auch noch den Tabellendritten aus Rosdorf.

Am Mittwochabend konnten die Mündener TG-Verantwortlichen erneut nur die Köpfe schütteln. Ungläubig schauten sie auf das Ergebnis des Abendspiels der Handball-Oberliga: Der Tabellendrittletzte und damit härteste Konkurrent der TG Münden im Abstiegskampf, Eintracht Hildesheim II, besiegte die drittplatzierte HG Rosdorf/Grone mit 35:33! Damit hat die Hoffnung der TG, die am Samstag den Tabellenzweiten aus Northeim erwartet (19.15 Uhr, Gymnasium) einen weiteren Dämpfer erhalten.

Bereits am vergangenen Sonntag hatten die Hildesheimer mit ihrem Sieg bei den starken Barsinghäusern für Staunen gesorgt. Obwohl, TG Trainer Markus Piszczan hat das nicht wirklich überrascht: „Ich habe schon vor Wochen vorhergesagt, dass man sich in der Schlussphase der Saison über so manches Ergebnis wundern werde. Dass es jetzt bereits soweit ist, hatte ich jedoch nicht geglaubt.“ Hintergrund für die Hildesheimer Erfolge scheinen Verstärkungen aus dem Drittligakader des Vereins zu sein. Die 1. Mannschaft der Eintracht hat als Tabellenvierter bereits entschieden, dass sie selbst im Erfolgsfall keine Lizenz für die 2. Liga beantragen werde. Somit stehen einige Kräfte des Teams mit Zweitspielrecht für das Oberligateam zur Verfügung.

Gestern Morgen schien sich für die TG Münden sogar weiteres Ungemach anzubahnen. Laut Oberliga-Spielwart Manfred Herzog (Hameln) habe es lose Anfragen von zwei Drittligisten gegeben, ob die Möglichkeit bestünde, im Falle eines Rückzugs aus der 3. Liga in die Oberliga-Niedersachsen eingegliedert zu werden. Da diese Möglichkeit laut Herzog prinzipiell bestehe, hätte das auch Auswirkungen auf die Zahl der absteigenden Oberligavereine. Im Fall von zwei sich zurückziehenden Klubs würde das vier Oberliga-Absteiger nach sich ziehen.

Einige Stunden nach dem Gespräch mit Herzog konnte aber Entwarnung gegeben werden: Die ins Spiel gebrachten Drittligisten TS Großburgwedel und HSV Hannover werden sich nicht aus der Drittklassigkeit abmelden. Das bestätigte sowohl TS-Geschäftsführer Nils Budde als auch HSV-Manager Dirk Schroeter im HNA-Gespräch. Nach ihrer Aussage haben beide Klubs für ein weiteres Drittligajahr gemeldet. „Auch ein nachträglicher Rückzug ist von uns nicht zu erwarten“, sagte Schroeter. Die Großburgwedeler planen indes, zusammen mit einem anderen Verein aus der Region (kein Oberligist) künftig unter einem Dach in der 3. Liga zu spielen.

Vier Oberliga-Absteiger hätten den Mündener Abstiegskampf mit einem Schlag zunichte gemacht. So bleibt aber die Hoffnung, dass es aus der 3. Liga Nord keinen sportlichen Absteiger aus Niedersachsen geben wird und somit weiterhin gilt, dass der Drittletzte der Oberliga am Saisonende in der Liga bleibt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.