TG Münden hält nur kurz mit

Robuster Einsatz: Mündens Jann Rentsch (mit Ball) wird hier von mehreren Großenheidornern zu Fall gebracht. Im Hintergrund stehend Ex-TGer Thorben Buhre. Fotos: Brandenstein

Hann. Münden. Der Tabellenführer war für die Oberliga-Handballer der TG Münden eine Nummer zu groß.

Nach dem Überraschungssieg in Burgdorf wurde der TG für das Heimspiel gegen den MTV Großenheidorn einiges zugetraut. Letztlich setzte sich der Favorit aber problemlos mit 34:26 (21:16) durch.

Es war bereits die fünfte Heimniederlage der Saison. Kein Wunder also, dass die Gymnasiumshalle nicht sonderlich gut gefüllt war. So fehlte am Samstagabend die ganz große Atmosphäre, die vielleicht für eine Verunsicherung des Spitzenreiters sorgen und das eigene Team zu einer Topleistung hätte anspornen können. TG-Rückraumspieler Christian Grambow war enttäuscht: „Wenn wir so wie in Burgdorf gespielt hätten, wäre mehr möglich gewesen. Großenheidorn war keine Übermannschaft.“

Aber die Gäste waren im Angriff deutlich effektiver als die TG. Zumindest auf längere Sicht gesehen. Zu Beginn konnte Münden in diesem Punkt noch mithalten. Die Gastgeber gingen mit 3:2 in Führung. Danach bestrafte Großenheidorn aber die zum Teil recht laschen Torabschlüsse der Hausherren. Die Konter saßen und die beiden Außen Till Hermann und Luca Ritter waren nie in den Griff zu bekommen. Sie erzielten insgesamt zwölf Treffer. Hinzu kam, dass Mündens Jens Wiegräfe nach nur 17 Spielminuten aufgrund einer Platzwunde am linken Auge in die Kabine musste. Münden ließ sich aber nicht schocken. In einer Phase, in der Torhüter Lars Mindermann mal vier Angriffe hintereinander entschärfte, kamen die Hausherren durch den insgesamt etwas unglücklich agierenden Christian Grambow auf 15:18 heran. Doch es sprach für die Klasse der Gäste, dass sie sich bis zur Pause wieder fingen.

Trotz der fünf Tore Rückstand wollte die TG die Partie nicht vorzeitig abschenken. Signal dafür war die Rückkehr von Jens Wiegräfe auf das Spielfeld. Teamarzt Georg Fieseler hatte ihn mit drei Stichen genäht, sodass es weitergehen konnte. Doch spannend wurde es nicht mehr. In einer recht zähen zweiten Halbzeit behaupteten die Gäste ihren klaren Vorsprung. Auch Ex-TGer Thorben Buhre, der auf Halbrechts eine gute Partie ablieferte, schenkte seinem ehemaligen Verein nichts.

TG-Trainer Matthias Linke wollte trotzdem in erster Linie das Positive hervorheben: „Wir haben phasenweise guten Handball gespielt und unser Kader ist immer besser aufgestellt. Das ist heute für mich das Wichtigste.“ In der Tat sorgte die Rückkehr des lange verletzten Rechtsaußen Daniel Lieberknecht für eine Belebung. Auch Pelle Schilke kam erstmals in einem Heimspiel zu einem Kurzeinsatz. Pascal Pfaffenbach soll in den nächsten Wochen folgen. Den besten Eindruck gegen Großenheidorn hinterließ dank großer Dynamik und präzisen Würfen Niklas Bolse, der sein auffälligstes Saisonspiel ablieferte. Vielleicht genau rechtzeitig. Denn schließlich steht am kommenden Samstag das Heimderby gegen Nachbar TV Jahn Duderstadt an. Dann wäre nicht nur den Zuschauern der zweite Heimsieg zu gönnen.

TG Münden: Mindermann, Görtler - Bolse 7. Grambow 5, Lieberknecht 4, Wiegräfe 3, Rentsch 2, Prinz 2, Benda 1, Backs 1, Michalke 1, Fehling, Schilke.

Von Manuel Brandenstein

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