TG Münden hat mehr zuzulegen

Setzt zum Hüftwurf an: Jan Ritz gelangen gegen die SV Alfeld fünf Tore. Hier lässt er sich auch von Maximilian Zech nicht aufhalten. Fotos: Brandenstein

Hann. Münden. Mit dem zweiten Heimsieg in Folge holte sich die TG Münden in der Handball-Oberliga Selbstvertrauen für das anstehende Derby in Rosdorf.

Vorweihnachtliche Stimmung erfüllte die Gymnasiumshalle am Samstagabend. Die Oberliga-Handballer der TG liefen mit Nikolausmützen auf den Köpfen und der E-jugend der JSG an den Händen ein. Schon vor dem Anpfiff verschenkte der Nachwuchs Süßigkeiten an die rund 200 Zuschauer. Bis aber die TG in Form ihres dritten Heimsieges belohnt wurde, dauerte es länger. Die SV Alfeld, als Tabellenvorletzter angereist, lieferte einen härteren Kampf als erwartet. Letztlich hatten aber die Mündener mit 30:27 (18:13) das bessere Ende für sich und sie drehten ihr Punktekonto in den positiven Bereich (12:10).

TG-Trainer Frank Janotta zollte dem Außenseiter Respekt: „Alfeld hat uns alles abverlangt. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Ich bin froh, dass wir und durchgesetzt haben.“ Schon in der ersten Halbzeit machen die Gäste sehr deutlich, dass sie nicht nach Münden gekommen waren, um die Punkte abzuschenken. Zwar wurde ihr Liga-Rekordtorschütze Maximilian Zech von Beginn an in kurze Deckung genommen, doch seine Nebenleute kamen überraschend gut damit zurecht. Immer wieder trafen die Außenangreifer oder der Ball wurde erfolgreich an den Kreis durchgesteckt. Nach einem 0:2 lag Alfeld bis zum 8:7 in Front.

Bei der TG schien die letzte Konzentration zu fehlen. Zum Glück konnte sich das Team wieder einmal auf seine Lebensversicherung in Person von Christian Grambow verlassen. Der Halblinke kam oftmals aus vollem Schwung zum Abschluss und traf bis zur Pause sagenhafte neunmal. Auch dank seiner Treffer drehte die TG das Spiel und zog in den letzten sechs Minuten der ersten Halbzeit von 13:12 auf 18:13 davon, da Alfeld im Angriff nun viel mehr Fehler produzierte oder an dem bestens aufgelegten Alexander Klockezwischen den Pfosten scheiterte.

Danach konnte man eigentlich schon auf die Höhe des Sieges wetten, doch es kam anders. Alfeld nutzte eine unorganisierte Mündener Phase mit vielen Ballverlusten, um wieder auf 19:20 heranzukommen. „Ich hatte in der Halbzeitpause gewarnt, dass dieses Spiel noch nicht vorbei ist. So ist dann ja auch gekommen“, konnte sich Frank Janotta bis zum Schluss nicht entspannt zurücklehnen. Dann machte sich aber die größere Erfahrung in den TG-Reihen bemerkbar. Mendisch, Grambow und auch der einen deutlichen Aufwärtstrend zeigende Jan Ritz (sehenswerter Hüftwurf zum 24:21/50.) gelangen wichtige Treffer. Jendrik Janotta verteilte weiter sicher die Bälle und brachte auch den auf Rechtsaußen gewechselten Thomas Eisenbach erfolgreich in Wurfposion. Die TG hatte die besseren Nerven, war cleverer und hatte mehr zuzulegen.

Jetzt steht als letzter Auftritt in diesem Jahr noch das Derby in Rosdorf Plan. Das Spiel beim Tabellenzweiten beginnt am Samstag um 18.30 Uhr. Die TG hofft auf größere Fan-Unterstützung. Vielleicht gelingt ja nach dem Arbeitssieg gegen Alfeld noch eine dicke Überraschung beim Nachbarn.

TG Münden: Klocke - Grambow 14, Eisenbach 6/2, Ritz 5, Mendisch 2, Backs 1, J. Janotta 1, Oppermann 1/1, Rentsch, Michalke, Dümer, C. Linke.

Von Manuel Brandenstein

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