TG Münden: Schock über Grambows Verletzung

Als wenn sie es ahnen würden: Während einer Auszeit in der Anfangsphase des jüngsten Heimspiels gegen Lehrte sehen Trainer Frank Janotta und Christian Grambow (mit Flasche) alles andere als glücklich aus. Wenig später zieht sich der TG-Torjäger die folgenschwere Verletzung zu. Foto: Schröter

Hann. Münden. Handball-Oberligist TG Münden muss für den Rest der Saison auf Christian Grambow verzichten. Schuld ist eine Schulterverletzung.

Die hatte sich der 27-Jährige im Heimspiel gegen den Lehrter SV zugezogen hat. Damit fehlt dem Tabellenzehnten sein torgefährlichster Werfer. Der Rückraumspieler ist mit 94 Treffern aus zwölf Partien einer der besten Akteure der gesamten Liga. Für die TG wurde er deshalb schon als „Lebensversicherung“ bezeichnet.

„Das ist natürlich eine Katastrophe, aber es war abzusehen, da ich immer wieder Schulterprobleme hatte“, meint Christian Grambow. Auf eigenen Wunsch und aus privaten Gründen wird er erst am 27. Januar von Mannschaftsarzt Dr. Georg Fieseler operiert. „Ich werde nach der Reha froh sein, wenn ich in der Vorbereitung auf die nächste Serie wieder voll belastbar bin“, sagt Grambow, der im Februar zum ersten mal Vater wird.

Fieseler diagnostizierte eine Beschädigung der Gelenkmanschette in Grambows linker Schulter. Der Rückraumspieler war während der Partie gegen Lehrte nach einer Viertelstunde zum Sprungwurf hochgestiegen und anschließend gegen zwei Abwehrspieler zu Fall gekommen. Grambow kam unglücklich auf und konnte aufgrund großer Schmerzen nicht weiter spielen. Die Begegnung ging mit 22:29 verloren.

Auch Trainer Frank Janotta zeigte sich gestern aufgrund der Nachricht bedient: „Ich hatte am Samstag so etwas fast schon vermutet, denn wenn Christian zu mir sagt, dass er nicht weiter spielen könne, dann muss es etwas Ernstes sein.“ Janotta erwartet jetzt, dass ihm Alternativen zur Verfügung gestellt werden: „Ich habe vor der Saison gesagt, dass der Kader zu klein ist und jetzt ist genau das passiert, was nicht passieren durfte.“ Der Coach hofft auf schnellen Ersatz. Ansonsten müsste wohl das Saisonziel geändert werden. „Dann ginge es nur noch um den Klassenerhalt“, sagt Janotta.

Nun ist also Geschäftsführer Thomas Eisenbach gefordert, der Christian Grambows Ausfall als „Tiefschlag“ bezeichnet. Natürlich sei es mitten in der Saison schwierig, einen vergleichbaren Spieler zu holen, so Eisenbach. Neuzugänge seien aber noch bis zum Ende der Transferzeit Mitte Februar möglich. Falls auf anderen Wegen nichts gehe, kann sich Thomas Eisenbach auch die Hilfe von Spielerberatern vorstellen. Der finanzielle Spielraum für einen neuen Akteur sei jedenfalls gegeben. „Wir sind jetzt bereit, Geld in die Hand zu nehmen“, bekräftigt Eisenbach.

Von Manuel Brandenstein

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