Trainer Linke: "Wir spielen um Klassenerhalt"

Hanball-Oberliga: TG Münden will nicht bis zuletzt zittern

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Vertreten Münden wieder in der Oberliga: Stefan Benda (hinten von links), Niklas Bolse, Lukas Michalke, Nico Backs, Arne Neuhaus, (Mitte von links) Jens Wiegräfe, Pelle Schilke, Kiron Hartig, Kapitän Jann Rentsch, Björn Prinz, Christian Grambow, (vorne von links) das Trainergespann Matthias Linke und Dominic Leinhart, Lars Mindermann, Mario Görtler, Sport-Physiotherapeut Mario Heiter und Mannschaftsarzt Georg Fieseler. Nicht im Bild: Pascal Pfaffenbach und Daniel Lieberknecht. 

Hann. Münden. Mit einem Heimspiel gegen die HSG Nienburg (Sa., 19.15 Uhr) bestreitet Handball-Oberligist TG Münden seinen Saisonstart. Fragen und Antworten zur neuen Saison.

Was hat sich die TG vorgenommen?

Beim Abstieg 2016 landete die TG recht abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. Ähnliches soll absolut vermieden werden. „Wir spielen um den Klassenerhalt, wollen aber nicht bis zum Schluss zittern müssen“, sagt Trainer Matthias Linke.

Wie ist die neue Oberliga zusammengestellt?

In der vergangenen Saison spielte die Liga noch mit 16 Mannschaften. Nach drei Absteigern und einem Aufsteiger (Northeim) ist nun die vom Verband gewünschte Sollstärke von 14 Teams erreicht. Deshalb wird es auch nicht mehr drei, sondern nur zwei Regel-absteiger geben. Zu den Favoriten werden Vizemeister VfL Hameln und der MTV Vorsfelde gezählt. Beide trafen zum Start aufeinander, Vorsfelde siegte 33:25 (!). Matthias Linke freut sich vor allem auf „die richtigen“ Derbys gegen Rosdorf und Duderstadt.

Wie sieht es im Mündener Aufgebot aus?

Die TG startet erneut mit einem relativ kleinen Kader: Elf Oberliga-Feldspieler plus zwei Torhüter (Mario Görtler jetzt fest im Kader). Hinzu kommen mit Arne Neuhaus und Youngster Kiron Hartig Akteure, die zwischen 1. und 2. Mannschaft pendeln. Fast alle Spieler besitzen Oberligaerfahrung. Wichtiger für die Trainer ist aber die Tatsache, dass es menschlich im Kader sehr gut passe.

Was ist zu den drei Neuzugängen zu sagen?

Hier ist die TG zunächst einmal im Pech: Zwei von den Neuen werden am Samstag fehlen. Kreisläufer Stefan Benda hat eine allerdings nur leichte Knieblessur. Er dürfte als gut zupackender Spieler besonders in der Abwehr vermisst werden. Rückraumakteur Pelle Schilke fällt mit Fingerbruch länger aus. Bleibt noch Torhüter Lars Mindermann, der bislang einen guten Eindruck hinterlässt. Pascal Pfaffenbach könnte fast als vierter Neuer betrachtet werden. Er kam im Februar zur TG, brachte es aber unter anderem aufgrund einer Wechselsperre nur auf wenige Einsätze. Der Polizeibeamte aus Kassel ist ebenfalls für den Rückraum vorgesehen.

Auf was muss sich die TG einstellen?

Vor allem auf gegnerische Mannschaften, die körperlich bis zum Schluss Vollgas geben können. In der Verbandsliga war die TG in diesem Punkt oft überlegen; sie trainierte ja auch dreimal pro Woche, die Mehrheit der Konkurrenz nur zweimal.

Auf was wurde in der Vorbereitung Wert gelegt?

Vor allem auf die Fitness. Allein im August absolvierte das Team 24 Übungseinheiten. Die meisten hatten zudem Überlänge (zwischen eindreiviertel und zweieinhalb Stunden).

Gibt es eine Überraschung vor dem ersten Spiel?

Das kann man sagen: Im Gespräch mit der HNA kündigte Torjäger Christian Grambow an, dass es seine letzte Handballsaison werde. Der Körper mache nicht mehr wie gewünscht mit, es sei sogar im Kniebereich eine Operation nötig (vielleicht noch während der Saison). Grambow (29) kam vor zehn Jahren aus Magdeburg erstmals zur TG. In der letzten Mündener Oberligasaison war er mit 261 Toren bester Werfer der gesamten Klasse. Auch die damalige Nummer zwei, Kenny Blotor, ist wieder dabei. Er spielt nach einem Abstecher zu Drittligist Hildesheim wieder bei der SG Börde Handball (Schellerten bei Hildesheim).

Wie sieht es bei Auftaktgegner HSG Nienburg aus?

Im Heimspiel gegen Plesse gab es nur ein 24:24. Das Team hat vier Leistungsträger verloren und sieht sich erneut im Mittelfeld der Liga. Trainer Dirk Pauling kann mit Bergmann (rechter Rückraum; acht Zweitligaspiele für Eintracht Nordhorn) und Kreisläufer von Müller auf Zwei-Meter-Leute setzen. Bester Werfer war 2016/17 aber Linksaußen Ence (129 Tore). Im Spiel gegen Plesse-Hardenberg gab es offenbar Unstimmigkeiten: von Müller musste nach einer Diskussion mit dem Trainer schon nach 20 Spielminuten unter die Dusche.

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