Handball-Oberliga Männer: 31:29-Sieg im Kreisderby gegen den TV Jahn Duderstadt

Mündener Befreiungsschlag

Harte Attacke: Mündens mit sechs Treffern erfolgreicher Werfer Jens Wiegräfe (links) wird hier vom Duderstädter Deni Skopic unfair angegangen. Foto: Schroeter

Hann. Münden. Mit einem knappen, am Ende aber verdienten 31:29 (12:11)-Derbysieg über den TV Jahn Duderstadt haben die Oberliga-Handballer der TG Münden einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Duderstädter dagegen treten auch nach dem ersten Spiel unter ihrem neuen Trainer Jens Wilfer weiter auf der Stelle und haben als Vorletzter jetzt schon vier Punkte Rückstand auf die vor ihnen liegende SG Börde.

Wie schon im Hinspiel, das die TG Mitte November mit 26:24 für sich entschieden, war es auch diesmal die größere Entschlossenheit der Mündener in der Schlussphase, die letztlich den Ausschlag gab. Knapp 50 Minuten hatten beide Teams ihre Anhänger vor rund 300 Zuschauern zuvor durch ein Wechselbad der Gefühle gejagt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (5:5/11.) hatten die Gastgeber das Kommando übernommen und sich vor allem durch erfolgreiche Abschlüsse über die Außen mit vier Toren abgesetzt (11:7/23.). Die Einwechslung von Torwart Julian Zwengel für den Ex-TGer Alexander Klocke, der bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte keinen guten Tag erwischte, brachte dann aber die erhoffte Wirkung. Immer wieder bissen sich die Mündener nun an Zwengel die Zähne aus, sodass ihr Vorsprung bis zur Pause auf nur noch einen Treffer dahinschmolz.

Defensivleistungen lassen nach

War die Trefferquote beider Teams bis dahin insgesamt eher dürftig gewesen, war in der zweiten Halbzeit plötzlich fast jeder Wurf ein Treffer. Das lag zum einen an der eher schwachen Vorstellung der Torhüter im zweiten Durchgang, zum anderen aber auch daran, dass die Defensivleistungen auf beiden Seiten deutlich nachließen. Als der mit zwölf Treffern überragende Justin Brand die Duderstädter eine Viertelstunde vor Schluss erstmals wieder mit 21:20 in Führung brachte (kurz zuvor hatte der Mündener Daniel Lieberknecht nach einem Foul an Til Winkler, der danach verletzt ausschied, die Rote Karte gesehen), durften die mitgereisten Jahn-Fans noch einmal auf einen Auswärtssieg ihres Teams hoffen. In der Schlussphase rissen sich die Mündener aber wieder am Riemen, ließen sich auch von der doppelten Manndeckung für Jens Wiegräfe und Christian Grambow nicht aus der Ruhe bringen und schaukelten einen Sieg nach Hause, der für sie am Ende der Saison Gold wert sein könnte.

„Auswärts 29 Tore zu werfen ist gut, 31 zu kassieren aber eben zu viel“, nahm Jahn-Trainer Jens Wilfer trotz der Niederlage auch etwas Positives aus dem ersten Spiel unter seiner Regie mit.

TG: Mindermann, Görtler – Fehling, Prinz, Bolse 4, Grambow 3, Michalke 5, Backs 6/1, Wiegräfe 6, Schilke, Hartig 1, Rentsch 4, Pfaffenbach, Lieberknecht 2.

TV Jahn: Klocke, Zwengel – Grolig, Skopic 3, Fritsch 8, Mittelstädt, Ujvari 4, Winkler 1, Strube 1, Brand 12/5, Salam, Rollheuser. (per)

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