Jan-Erik Kleinschmidt kommt aus Hofgeismar

Mündens neuer Kreisläufer übernimmt wichtige Rolle

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Im Test gegen Rhumetal: Jan-Erik Kleinschmidt wühlt sich durch die Abwehr.

Hann. Münden. Der Kreis ist sein Revier: Jan-Erik Kleinschmidt ist der zweite externe Neuzugang des Handball-Oberligisten TG Münden für die Saison 2018/19.

Der 22-jährige Hesse kam von der SHG Hofgeismar/Grebenstein zur TG und könnte bereits in seiner ersten Oberliga-Saison eine wichtige Rolle in Abwehr und Angriff an der Kreismitte spielen.

Kleinschmidt mag den Nervenkitzel. Er ist passionierter Kite-Surfer – und eben Kreisläufer. Eine Position, die weh tut. Aber er kennt es nicht anders. „Ich spiele seit der E-Jugend als Kreisläufer“, erzählt Kleinschmidt. Natürlich sei das manchmal ein harter Job, mit Nickligkeiten hüben wie drüben. Viel öfter jedoch bringt diese sehr spezielle Position im Handball ihm einfach ganz viel Spaß, versichert er schmunzelnd.

Ob in Abwehr oder Angriff – Kleinschmidt ist liebend gern mittendrin dabei, wenn es so richtig zur Sache geht. Das will er in der kommenden Saison auch erstmals in der Oberliga beweisen. Bislang spielte er in bei der SHG Hofgeismar/Grebenstein Landesliga. „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht“, sagt Kleinschmidt. Als klar war, dass die TG die Klasse hält, war für ihn auch sofort klar: Ich gehe nach Münden. Ein großer Sprung? Im Training habe er schon Unterschiede bemerkt: Vor allem die Herangehensweise sei professioneller und konzentrierter, berichtet Kleinschmidt. „Für die Oberliga nehme ich auch sehr gerne die rund 30-minütige Fahrt ins Training in Kauf“, betont der Nordhesse, der in Handballerkreisen auf den Spitznamen „Peitsche“ hört. Einen erfahrenen Kreisläufer, von dem er sich etwas abschauen könnte, gibt es nicht (mehr) im Kader der TG. Das bedeutet für den Neuzugang, aber auch: Er wird auf genügend Einsatzzeiten kommen, um sich weiterzuentwickeln. Das ist auch eins seiner persönlichen Ziele, das er sich für die neue Spielzeit gesetzt hat.

In erster Linie sieht Kleinschmidt sich aber als Teamplayer. „Ich möchte mit der Mannschaft so viele Spiele wie möglich gewinnen. Mir ist aber bewusst, dass das schwer wird“, schätzt der 22-Jährige die Lage realistisch ein. Denn das Ziel am Ende der Serie kann nur der Klassenerhalt sein. Bis dahin könnte es ein steiniger Weg werden, der auch der Verjüngungskur bei den Mündenern geschuldet ist. Nicht nur an der Kreismitte haben den Verein erfahrene Recken verlassen. So ist es durchaus denkbar, dass Kleinschmidt schon in seiner Debüt-Saison ein wichtige Rolle einnehmen muss. Zumindest die Eingewöhnung ist schon einmal gelungen. „Ich wurde von allen sehr gut aufgenommen“, erzählt der Mann, den sogar TG-Trainer Matthias Linke nur „Peitsche“ ruft. Eine gute Teamchemie braucht es auch, um im Kampf um den Klassenerhalt bestehen zu können. Kleinschmidt möchte dazu beitragen.

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