Nach 18:18 noch 35:26: HSG Plesse verbrennt TV Jahn Duderstadt

Freie Bahn gegen Jahn: Plesses Eicke Gloth (vorne) gegen Duderstadts Justin Brand und Deni Skopic (links). Foto: Jelinek/gsd

Bovenden. Die eigentlich zu erwartende „Brand-Gefahr“ blieb am Freitagabend in der Sporthalle am Wurzelbruchweg aus: Beim 35:26 (17:14)-Sieg des Handball-Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg über den TV Jahn Duderstadt fehlte auf Seiten des Gastgebers Christian „Henner“ Brand völlig, und der Duderstädter Justin Brand präsentierte sich deutlich unter Form. HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe fasste nach der Schlusssirene die 60 Minuten zusammen: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir uns im Mannschaftssport Handball als die geschlossenere Einheit präsentierten.“ Bei den Eichsfeldern sorgten einzig die Halben - Laszlo Ujvari (links; acht Tore) und Tobias Fritsch (rechts; 7) - dafür, dass der TV Jahn wenigsten 40 Minuten im Spiel blieb.

Vor der Pause hatten die Hausherren sich noch kontinuierlich abgesetzt: Vom 1:0 (erste Minute) über 4:2 (6.) und 12:9 (21.) auf 16:12 (26.). Doch dann gestatteten sie in den Minuten vor und nach der Pause (28. bis 35.) den Gästen, die nur hier wirklich überzeugten, einen 6:1-Zwischenspurt zur einzigen Duderstädter Führung (18:17). „Dass wir dann mit undisziplinierten Abschlüssen weiter den schnellen Erfolg suchten, hat uns – wieder einmal – die Niederlage eingebrockt“, ärgerte sich Jahn-Coach Ekkehard Loest nach dem letzten von ihm zu verantwortenden Spiel. Die Hausherren schüttelten sich nur kurz und kamen dann gestützt auf einen immer stärker werdenden Markus Ahlborn (zehn Paraden, darunter ein Siebenmeter) unwiderstehlich zurück in die Partie, die spätestens beim 29:20 (53.) entschieden war.

Den entscheidenden Unterschied machte der Rückraum: Während die Duderstädter ihre beiden Rückraumschützen schonen mussten, indem sie bei Ballbesitzwechsel Offensiv-/ Defensiv-Wechsel vornahmen, konnte das Burgenteam trotz der Ausfälle von Christian Brand und Sebastian Schindler aus dem Vollen schöpfen. Malte Sültmann, Marvin Grobe und Sebastian Herrig sowie Eike Gloth, Thomas Reimann und – in seinem ersten Saisonspiel(!) – Jan-Niklas Falkenhain setzten die insgesamt wenig überzeugende Gästeabwehr nahezu 60 Minuten lang unter Dauerdruck.

HSG: Wedemeyer (bis 35.), Ahlborn - Gloth 6, Sültmann 5/4, Glapka 4/2, Grobe 4, P. Schindler 4, Smidt 4, Endler 2, Jetzke 2, Falkenhain 1, Herrig 1, Meyer 1, Reimann 1.

TV Jahn: Zwengel (1.- 24. und ab 46.), Klocke (25. - 45.) - Ujvari 8, Fritsch 7, Brand 3, Mittelstaedt 2, Skopic 2, Winkler 2, Rollheuser 1, Salam 1, N. Grolig, Möller, Strube. (eko)

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