Handball-Oberliga: Grambow kassiert Rot

Handballer der TG Münden verlieren gegen Großenheidorn

Sehenswerte Aktion: Der zwölffache Torschütze Nico Backs (rechts) schließt einen Konterangriff ab. Foto: Schröter

Hann. Münden. Ihre inzwischen vierte Heimniederlage in Folge mussten die Oberliga-Handballer der TG Münden hinnehmen. Die Art und Weise, wie das 30:34 (18:15) gegen den MTV Großenheidorn zustande kam, war jedoch ganz bitter.

Großen Anteil an der neuerlichen Pleite des Tabellenletzten, für den der Abstieg damit erneut einen großen Schritt näher gerückt ist, hatten die beiden Unparteiischen Frank Klinkermann (HG Rosdorf/Grone) und Klaus Henniges (VSSG Sudershausen). Diese hatten in der 35. Spielminute jegliches Fingerspitzengefühl vermissen lassen, als sie Christian Grambow und Bertrand Salzwedel des Feldes verwiesen. Beide waren nach einer Angriffsaktion der Mündener, in der Salzwedel den „Shooter“ mit beiden Händen ins Gesicht griff, die Schiris jedoch auf Stürmerfoul entschieden, kurz aneinander geraten. Obwohl sich die beiden Spieler aber sofort die Hand reichten, sahen sie von den Unparteiischen die Rote Karte.

MTV verkraftete Rot

Ein Verlust, den der MTV angesichts der gut besetzten Bank verkraften konnten, der den Gastgebern jedoch das Genick brach. Diese hatten sich im ersten Durchgang trotz einer erneut ziemlich löcherigen Abwehr, dafür aber mit viel Herz und einem streckenweise ganz starken Daniel Voß zwischen den Pfosten einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet. Und auch wenn Grambow von den 18 Mündener Treffern bis zur Pause nur drei erzielt hatte, war er als Ideengeber doch von großem Wert gewesen.

Nachdem die Großenheidorner besser aus der Kabine gekommen waren und Grambow beim Stand von 20:19 auf die Tribüne musste, nahm das Schicksal seinen Lauf. Zwar kämpften seine Mannschaftskameraden weiterhin wie die Löwen. Doch gerade im Angriff fehlte er an allen Ecken und Enden, so dass der MTV ab der 43. Minute die Führung übernahm (23:24) und diese nicht mehr hergab. Dabei sorgte das Schiedsrichtergespann in der 48. Minute noch einmal für ein riesiges Pfeifkonzert der rund 150 Zuschauer, als sie Mündens erfolgreichsten Werfer Nico Backs eine Zeitstrafe verpassten, obwohl dieser ganz klar vom gegnerischen Torwart gefoult worden war.

Thormeier als Trainer eingesprungen

„Die Mannschaft hat alles versucht, tapfer gekämpft und sich wieder einmal nicht selbst dafür belohnt“, meinte ein enttäuschter Martin Thormeier nach dem Schlusspfiff. Der Spieler der zweiten Mannschaft hatte am Samstag völlig überraschend das Kommando auf der Bank übernommen, nachdem Trainer Markus Piszczan aus privaten Gründen nicht dabei sein konnte und dessen Vertreter Arne Endig mit einer Grippe das Bett hüten musste.

TG Münden: Voß, Gerland – Backs 12/4, Lieberknecht 5, Janotta 4, Grambow 4/1, Michalke 2, Rentsch 2, Prinz 1, Oppermann, Toll. (per)

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