Nichts mehr zu retten

Oberliga-Abstieg der TG Münden ist besiegelt

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Müssen die Koffer packen: Auswärtsspiele in der Oberliga wie hier in Hameln gehören für die TG Münden bald der Vergangenheit an.

Hann. Münden. Auch die letzte Hoffnung von Handball-Oberligist TG Münden auf den Klassenerhalt ist verflogen. Sportlich war schon länger nichts mehr zu retten, jetzt gibt es auch keine Hintertür mehr.

Die Gerüchte, dass sich eventuell zwei Vereine aus der Oberliga zurückziehen würden, haben sich nicht bestätigt. Damit ist zwei Spieltage vor dem Saisonende auch eine Rettung am Grünen Tisch ausgeschlossen.

Die Ligenleitung berichtete auf HNA-Anfrage, dass bis zum Stichtag (Montag, 24 Uhr) alle berechtigten Vereine ihre Teilnahme für die kommende Saison gemeldet haben. Einige Tage zuvor hatte sich zumindest der MTV Soltau, derzeit Tabellen-Dreizehnter, noch nicht abschließend geäußert. Doch letztlich sagte auch der MTV für ein weiteres Oberligajahr zu. Die TG Münden, derzeit Tabellenletzter, muss somit den Gang in die Verbandsliga antreten - zum ersten Mal seit 21 Jahren, in denen es zeitweise hinauf bis in die Spitzengruppe der 3. Liga ging.

„Wir haben jetzt zumindest Gewissheit. Das trifft uns nicht wie die Faust in den Nacken, sondern wir mussten uns ja schon seit Wochen mit dem Thema Verbandsliga beschäftigen“, so die erste Reaktion von Teammanager und Mannschaftskapitän Jann Rentsch. Der zweite TG-Vorsitzende, Reiner Schmitz konnte dem nun feststehenden Abstieg sogar etwas Gutes abgewinnen: „So haben wir zumindest mal ein Jahr zum Regenerieren. Die Oberliga wird im kommenden Jahr auf 14 Teams verkleinert, was wieder neue Probleme mit sich gebracht hätte. In der Verbandsliga hoffen wir darauf, dass sich durch eine erfolgreiche Saison wieder neues Selbstvertrauen und Optimismus einstellt.“

Ärgerlich ist der Abstieg für die Mündener Handballfans aber auf jeden Fall. Denn die künftige Oberliga ist durch die beiden zusätzlichen Aufsteiger aus Duderstadt und Plesse sowie die Bestandsteams aus Rosdorf und Northeim für Südniedersachsen so attraktiv wie lange nicht mehr. In der der Verbandsliga hingegen ist aus der Region lediglich die HSG Rhumetal vertreten, zu der TG-Torhüter Daniel Voß zurückkehrt.

Wie geht es nun weiter bei der TG? Fest steht, dass neben Voß am kommenden Samstag im Rahmen des letzten Saisonheimspiels gegen Barsinghausen (19.15 Uhr) auch Georg Mendisch, Julius Hohmann, Ivan Stajic und nun auch der zweite Torhüter, Tim Gerland, verabschiedet werden. Für die kommende Serie haben aus Baunatal Alexander Klocke (Tor) und Justin Brand (Rückraum) zugesagt. Laut Jann Rentsch werden sie auch in der Verbandsliga das TG-Trikot überstreifen. Noch zu finden sind ein Kreisläufer, ein Halbrechter und ein Keeper.

Vor allem aber ein neuer Trainer. Namen von Kandidaten teilte die TG nicht mit. Warum sich die Suche so lange hinzieht, begründet Reiner Schmitz mit der Vermutung, dass die Kandidaten wohl noch mehrere Optionen in der Hinterhand hätten. Dennoch dürfte es enorm wichtig sein, möglichst schnell einen Übungsleiter zu präsentieren. Schließlich sind noch drei wichtige Positionen im Kader zu besetzen. Der neue Mann könnte sich an der schwierigen Suche beteiligen. Angesichts der weit fortgeschrittenen Zeit in diesem Spieljahr dürfte das ohnehin eine Herausforderung werden.

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