Handball-Oberliga Männer

Plesse-Männer: Es sind Qualitätsunterschiede

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Hochgestiegen: Aller Einsatz so wie hier von Luca Lange (am Ball) und Sebastian Herrig (11) half nicht gegen den souveränen Spitzenreiter Braunschweig. 

„Standesgemäß“ 22:27 (10:15) unterlag am frühen Sonntagabend in der Sporthalle am Wurzelbruchweg das Schlusslicht der Handball-Oberliga, die HSG Plesse-Hardenberg, dem nach wie vor verlustpunktfreien Tabellenführer MTV Braunschweig.

HSG-Trainer Artur Mikolajczyk zur Vorstellung seiner Mannschaft: „Die kämpferische Einstellung hat gestimmt. Und vom Resultat her haben wir uns gut verkauft. Allerdings sind die Qualitätsunterschiede zwischen uns und dem MTV schon deutlich geworden.“ Das Resultat wäre wohl deutlicher ausgefallen, hätten die Gäste den Ball nicht ein Putzes halbes dutzend Mal ans Torholz gesetzt.

Auf der anderen Seite verpassten auch die Hausherren ein für sie günstigeres Ergebnis: 22 Fehlversuche (darunter je drei Tempogegenstöße und Siebenmeter) und vier weitere Ballverluste durch technische Fehler luden die Braunschweiger immer wieder zu Gegentoren ein.

Es bleibt also dabei: Kämpferisch hat die Mannschaft sich nichts vorzuwerfen, im Ergebnis kann aber eine solide Abwehr -– stärker vor der Pause, nach dem Seitenwechsel gab es zu viele Treffer aus der zweiten Reihe – die Ballverluste in der gegnerischen Hälfte einfach nicht auffangen. Selbst der wieder einmal überzeugende Lennart Gees – zwölf Paraden, darunter ein Siebenmeter – konnte das Resultat bestenfalls in Grenzen halten.

Der Tabellenführer fand zwei Mal besser ins – im Ganzen eher torarme – Spiel: Im ersten Durchgang führte er nach zehn Minuten 6:2, und nach der Pause baute er in nur neun Minuten seinen Vorsprung vom 15:10 auf 19:11 aus. Zwei Mal kamen die Hausherren zurück ins Spiel: zum 6:8 (16.) und zum 15:19 (45.). Die endgültige Entscheidung fiel dann, als Braunschweig mit zwei Strafwürfen und einem Tempogegenstoß auf 22:16 (48.) davonzog.

Von da an begann das Spiel des Burgenteams zu verkrampfen, und Ratlosigkeit machte sich breit. Das größte Problem, das die Hausherren mit der 5-1-Abwehr der Gäste hatten, war, dass sie keinen Weg fanden, entweder ein Loch in die Abwehr zu spielen oder aber sie aus der zweiten Reihe zu überwinden, wobei das verschiedentlich schon besser gelang, als sich an den Kreis durchzuspielen. Im Kombinationsspiel haperte es immer wieder an der Präzision – Ballverluste, die der Gast konsequent nutzte.

Bedenkt man all das, dann hat die HSG sich gegen den klaren Favoriten unterm Strich gut geschlagen.

HSG: Gees - Arndt, Lange 1, Funke 3, Herrig, Sültmann 4, Herale 2/2, Winkelmann 1, Crazius 4, Menn 5, Mitrovic, Schliesing 2.

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