Handball-Oberliga Männer

Plesse-Männer: Starkes Spiel – leere Hände

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Aus dem Rückraum abgezogen: Plesses Tom Winkelmann (am Ball) zielt an Großenheidorns Mika Ritter (rechts) vorbei. Er traf vier Mal für die HSG. 

Mit 30:31 (15:16) unterlagen die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg am frühen Sonntagabend dem MTV Großenheidorn mehr als unglücklich. Ein Remis wäre allemal drin gewesen, und der so sehnlich erwartete erste Saisonsieg lag förmlich in der Luft. Wie eng es tatsächlich war, zeigte die Reaktion des Drittliga-Absteigers, der den knappest möglich ausgefallenen Auswärtssieg im Tanzkreis laut bejubelte.

Dass die Hausherren am Ende mit leeren Händen dastanden, lag an einer unglücklichen Phase vor der Pause: Zum ersten Mal in dieser Saison hatten die Burgenhandballer sich – nach drei Winkelmann-Toren in Folge – einen Vier-Tore-Vorsprung (13:9 in der 24. Minute) erspielt und mussten dann doch nach vier Fehlwürfen und einem Lattentreffer mit einem Tor Rückstand zum Pausenteee in die Kabine. Dieser Rückschlag ist allerdings auch das Einzige, mit dem die Mannschaft an diesem Sonntag hadern musste. Die spielerische und kämpferische Leistung des Burgenteams war die meiste Zeit überzeugend.

Gestützt auf den erneut starken Schlussmann Lennart Gees – er parierte neun Bälle vor der Pause und sechs (darunter einen Siebenmeter) im zweiten Durchgang – nahmen die Hausherren vom 3:4 (7.) an die Partie in ihre Hände und boten dem favorisierten Gast einen offenen Schlagabtausch. „Wir haben alles probiert und auch eigentlich alles richtig gemacht“, schüttelte HSG-Trainer Artur Mikolajczyk nach dem Abpfiff fassungslos den Kopf.

Die anfangs im 6-0 aufgereihte Abwehr fasste immer wieder zu und eroberte sich so die Bälle, später stellte Mikolajczyk auf 5-1 um, um so den Rückraumlinken Niklas Herrmann aus dem Spiel zu nehmen. Verantwortlich dafür war ein Neuzugang: Der von TuS Vinnhorst gekommene Rechtsaußen Janik Mitrovic (spielberechtigt seit dem 7. Dezember) entledigte sich dieser Aufgabe aufmerksam. Mit ihm und dem für diese Partie reaktivierten Christian Brand bot die HSG zeitweise eine völlig neue rechte Seite auf.

Auch wenn es kein Ersatz für den (die) ausgebliebenen Punkt(e) ist: Die Richtung, die die Mannschaft gegen Burgdorf eingeschlagen hatte, hat sie nun gegen Großenheidorn eindrucksvoll bestätigt! Allein: Es fehlen die Punkte.  eko

HSG: Gees - Lange, Sültmann 3/1, Herrig 1, Herale 4, J. Crazius, Funke 5, Pogadl 7, Schliesing, Menn 4, Winkelmann 4, Mitrovic 1, Brand 1.

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