Handball: Männer-Oberliga mit Northeim und Rosdorf / Plesse neu, Duderstadt zurück

Region stark wie noch nie

Dieses Duell wird es kommende Saison auch um Punkte geben: Rosdorfs Maximilian Zech (am Ball) im Testspiel gegen Plesses Malte Jetzke (links) und Christian Brand. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Der Northeimer HC und die HG Rosdorf-Grone sind als Tabellenzweiter und Dritter etablierte Kräfte in der Handball-Oberliga der Männer. In der kommenden Saison wird die Phalanx der südniedersächsischen Teams in der 4. Liga so groß wie lange nicht mehr. Die HSG Plesse-Hardenberg steigt erstmals auf, der TV Jahn Duderstadt wird nach nur einer Saison in der Verbandsliga wieder zurückkehren. Bedauerlich nur, das mit der TG Münden ein weiterer Südniedersachse absteigt, sonst hätte es sogar ein Quintett gegeben.

TV Jahn Duderstadt

Nur gut ein Jahr nach dem Rückzug aus der Oberliga aus wirtschaftlichen Gründen meldet sich der TV Jahn sofort zurück. Der Aufstieg steht zu 99 Prozent fest, der letzte Konkurrent HSG Rhumetal, der zuletzt Fallersleben besiegte und Jahn damit den Weg ebnete, müsste in zwei Spielen 40 Tore aufholen. Duderstadts Comeback geschah aber nicht ganz geräuschlos: Nach dem Abgang von „Mister Handball“ Ekki Loest (jetzt aber Sportlicher Leiter bei Frauen-Erstligist Celle) übernahm Michael Kienberger, der in Dubai und Kuwait mit Maschinen handelt. Vier Trainer kennzeichneten den Jahn-weg: Igor Stanic, Ex-Spieler Anders Eliasson, Co-Trainer Björn Breckerbohm und derzeit noch Ilija Puljevic. Dessen Nachfolger steht aber bereits fest: Von den Sportfreunden Söhre kehrt Thomas Brandes zu den Eichsfeldern zurück. Pikant: Söhre schlug Jahn zuletzt mit einem Tor, so dass eben noch nicht alles zu 100 Prozent klar ist mit dem Aufstieg.

Jahns Aufstieg als Tabellendritter wird möglich, weil aus der 3. Liga kein Klub in die Oberliga Niedersachsen absteigt. „Das ist natürlich mehr als Glück für uns“, sagt Co-Trainer Breckerbohm. Schon für diese Saison sei das Ziel „engagiert“ gewesen, man wollte „ein bisschen mehr oben mitspielen“. Das neuformierte Team, die Wechsel auf der Führungs- und Spielerebene sprachen aber dagegen. „Die Oberliga mit vier Südniedersachsen wird reizvoll, ich freue mich drauf“, sagt Breckerbohm vor dem letzten Spiel in Himmelsthür (14.5.).

Northeimer HC

Nach dem Abstieg nach nur einer Saison in der 3. Liga Ost spielten die Northeimer gleich wieder eine gute Rolle „eins tiefer“. Zur nächsten Saison wird das Team von Trainer Carsten Barnkothe aber unter anderem Torjäger Jan-Niklas Falkenhain verlieren – in Richtung HSG Plesse.

HG Rosdorf-Grone

Als Dritter haben auch die HGer eine bemerkenswerte Spielzeit hingelegt. Trainer Gernot Weiss und Assistent Lenny Pietsch haben den harten, abwehrstarken Power-Handball weiter vorangebracht. Seit 30 Spielen sind die Rosdorfer in eigener Halle ungeschlagen.

HSG Plesse-Hardenberg

Die Mannschaft von Coach Dietmar Böning-Grebe steigt erstmals in die Oberliga auf, das steht seit dem vergangenen Wochenende fest. Eckpfeiler des Teams sind neben den „Altgedienten“ vor allem zwei Akteure, die man aus früheren Duderstädter und Rosdorfer Zeiten kennt: Torwart-Urgestein Christian Wedemeyer und Torjäger Christian („Henner“) Brand, der sogar bei beiden Klubs einst gespielt hat. Auf die Duelle mit ihren Ex-Mannschaften darf man sich jetzt schon freuen. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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