Handball-Oberliga: Start am Samstag gegen Hildesheim / Neue Spielzeit beginnt mit 17 Mannschaften

Rosdorf freut sich auf neue Saison

+
Soll noch in seine neue Rolle im Rosdorfer Rückraum hineinwachsen: Der Rumäne Vlad Avram muss dabei aber in die großen Fußstapfen von Konstantin König und Gerrit Kupzog treten.

Göttingen. „Wird Zeit, dass es endlich los geht!“ Sagt Julian Krüger, der Torwart von Handball-Oberligist HG Rosdorf-Grone.

Am Samstag ist die punktspiellose Zeit vorbei, ab 18.30 Uhr geht es in der Sporthalle am Siedlungsweg wieder ernsthaft um die ersten Zähler gegen die zweite Mannschaft von Zweitliga-Absteiger Eintracht Hildesheim, bei dem man nie weiß, mit welcher Mannschaft er antritt. Es wird eine lange Saison für die Oberligisten. Denn in der bevorstehenden Serie wird mit 17 statt 16 Mannschaften gespielt. Der MTV Vorsfelde wurde noch nachträglich aufgenommen, nachdem der Klub es zunächst verpennt hatte zu melden, weil er dann doch nicht in die 3. Liga hochrutschte – statt der als letztjähriger Meister auf den Aufstieg verzichtenden Nienburger.

Nicht zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlief die Vorbereitung der HGer. Aus der eigenen Halle mussten die Rosdorfer raus wegen Renovierungsarbeiten, so dass man durch die Stadt tingeln musste. Zudem fehlten immer wieder Spieler wegen Urlaubs.

Schweres Auftakt-Programm

Selbst die Spieler sehen Defizite ebenso wie Trainer Gernot Weiss, der immer wieder teils herbe Kritik zum Leistungsstand des Teams anführte. Motto: Wenn wir so in den Punktspielen auftreten, werden wir nichts erben. „Wir müssen uns viel mehr verbessern“, sagt Krüger, zumal die Rosdorfer einen heftigen Start haben: Nach dem Hildesheim-Spiel geht es nach Schaumburg, ehe Drittliga-Absteiger Northeim kommt.

„Aber ich bin guter Dinge, wir haben ein gutes Team“, meint Marlon Krebs. Der Rückraum-Shooter gehört inzwischen zu den gestandenen Spielern. „Ich muss mehr Verantwortung übernehmen, Vorbild sein – man steigt eben auf in der Hierarchie“, lächelt der Blondschopf. „Wir müssen die Neuen integrieren, die Abgänge von Gerrit Kupzog, Aaron Frölich und Konstantin König verkraften“, so Krebs.

Die Tests haben nichts zu sagen“, meint Krebs, der längst das Startspiel gegen Hildesheim im Kopf hat: „Das wollen wir natürlich gewinnen.“ „Mit Clemens Warnecke, Maximilian Zech, der nach seiner Handverletzung bereits wieder trainierte, dem Rumänen Vlad Avram, Jan-Philipp Nass und Torwart Ziegler sind wir in der Breite besser besetzt“, findet Torwart Krüger. „Qualitätsmäßig haben wir uns verstärkt, wir werden wieder oben dabei sein.“

„Die Oberliga ist enorm stark“, meint Krebs. Vor allem Aufsteiger MTV Braunschweig mit Ex-Bundesligatrainer Volker Mudrow habe viel Geld in die Hand genommen, um vorne mitzumischen. Klarer Favorit auf den Wiederaufstieg ist für den Rosdorfer Zerberus aber Absteiger Northeim. So ist denn eine noch spannendere und vor allem kräftezehrendere Saison als in der vergangenen Serie zu erwarten. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.