Handball-Oberliga Männer: HG mit 27:19-Sieg in Duderstadt / Sievers trifft achtmal

Rosdorf kanzelt Jahn zuhause ab

In der Dreier-Zange: Jahn-Torjäger Hrvoje Batinovic wird von den Rosdorfern Jan-Patrick Bohnhoff, Clemens Warnecke und Mathis Ruck „bearbeitet“. Foto: zje/gsd

Duderstadt. Am Ende war der 27:19 (15:14)-Sieg nicht nur eine Demonstration der Stärke der HG Rosdorf-Grone, in den letzten fünf Minuten wurde der TV Jahn Duderstadt gar auch noch vor der mit 500 Zuschauern ausverkauften Sporthalle „Auf der Klappe“ vorgeführt von den Gästen, die eine zweite Halbzeit zeigten, die wohl die beste in dieser Spielzeit der Handball-Oberliga in diesem Kreisderby gewesen ist.

„Wir haben taktisch überragend gespielt“, meinte denn auch ein sichtlich zufriedener HG-Trainer Gernot Weiss, der mächtig stolz auf seine Mannschaft war. Denn mit ihrer in dieser Liga einmalig aggressiv arbeitenden Defensive hatten die Rosdorfer den Gastgebern nach 15 Minuten den Zahn gezogen, was hinterher Duderstadts Trainer Thomas Brandes gar nicht gefiel. „Wir hätten ebenfalls viel aggressiver spielen müssen, hatten zu viele Ballverluste. Hinzu kam unsere ganz schlechte Chancenverwertung“, monierte Brandes. Letzteres lag indes auch an der exzellenten Leistung von HG-Keeper Julian Krüger, der nicht nur insgesamt drei Strafwürfe der Jahner parierte, sondern auch viele hundertprozentige Wurfchancen der Duderstädter reaktionsschnell abwehrte.

Jahn mit besserem Beginn

Zwar kamen die Eichsfelder besser ins Spiel, führten nach 13 Minuten mit 5:2. Doch davon ließ sich Rosdorf keinesfalls beeindrucken, glich nach 16 Minuten zum 6:6 aus und ging nach 19 Minuten erstmals mit 10:9 in Führung, profitierte dabei immer wieder von technischen Fehlern der Jahner.

Nach dem Wechsel waren die HGer, nachdem Krüger den zweiten Strafwurf beim Stande von 16:14 abgewehrt hatte, nicht mehr zu halten, zumal die Defensive nun kaum noch etwas zuließ. Fünf mickrige Tore schafften die Duderstädter in den zweiten 30 Minuten, hatten dabei noch Glück, dass HG-Kreisläufer Daniel Menn glasklare Einwurfmöglichkeiten reihenweise liegenließ. Zwar hatten die Gastgeber auch viel Wurfpech, übertrafen sich aber zeitweise auch im Unvermögen, den Ball erfolgreich zu versenken.

„Wir haben geduldig und mit Kopf gespielt. Ich liebe dieses Team, dem sich in den kommenden Jahren noch unglaubliche Perspektiven eröffnen werden“, meinte der zum Saisonende scheidende Weiss.

In den letzten sechs Minuten gelang den Gästen dann einfach alles. Während sie in dieser Schlussphase noch fünf Tore erzielten, resignierten die Duderstädter vollends, ihnen gelang kein einziges weiteres Tor mehr, so dass der Sieg der HG am Ende auch noch deutlich ausfiel.

TV Jahn: Trojanski, Zwengel, Döscher - N. Grolig 1, Fritsch 3, Mittelstädt, Schuldes 2, Effenberger 1, Möller 2, V. Grolig 1, Rollheuser, Batinovic 6, Kanyo 3/1.

HG: Krüger - Ruck 5, Frölich 4, Quanz 2, Zech, Krumsiek, Menn 4, Sievers 8/4, Wächter, Burgdorf 1/1, Warnecke 2, Bohnhoff 1. (wg/gsd)

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