Handball-Oberliga Männer: HG Rosdorf-Grone siegt 22:21 gegen den VfL Hameln

Serie hält - Rot für Weiss

Harte Attacke: Rosdorfs Marlon Krebs (Mitte), der für die HG fünfmal erfolgreich war, wird von Hamelns Sebastian Maczka (rechts) in dieser Situation am Torwurf gehindert. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. In der Sporthallen am Rosdorfer Siedlungsweg, die eine Temperatur wie in einer Sauna hatte, behielt vor allem einer einen kühlen Kopf: Torwart Julian Krüger wehrte zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Wurf von Torjäger Tim Otto reaktionsschnell ab und sicherte der HG Rosdorf-Grone mit dem 22:21 (12:9)-Sieg über den VfL Hameln die inzwischen unheimlich anmutende Serie von 32 ungeschlagenen Heimspielen in der Handball-Oberliga saisonübergreifend.

Einen nicht ganz so kühlen Kopf behielt HG-Trainer Gernot Weiss nach 28:06 Minuten, als er eine der vielen seltsamen Pfiffe der völlig überforderten Schiedsrichter Steffen Brandl und Joris van Dort monierte, gelb sah, sich noch immer nicht beruhigen konnte und mit Rot der Halle verwiesen wurde. Fortan musste Co-Trainer Lennart Pietsch sein Team coachen. Vor dem Spiel waren im übrigen Jan-Philipp Nass, Chris Osei-Bonsu und Sebastian Bruns mit einer Flasche Wein verabschiedet worden.

Brandes wieder dabei

Die Regie im Rosdorfer Spiel übernahm der in den Spielen zuvor wegen Verletzung pausierende Hubertus Brandes und zeigte wie alle anderen HG-Spieler auch eine überragende Leistung. Konzentriert begannen die Gastgeber sowohl in der Defensive als auch im Angriff, führten schnell 6:1. Hameln kam erst in der zwölften Minute zu seinem zweiten Treffer zum 2:8. Doch nach 20 Minuten der erste Hänger bei den Rosdorfern, den der VfL mit einem 5:0-Lauf von 4:11 auf 9:11 eiskalt nutzte. Überhaupt präsentierte sich der Tabellenfünfte keinesfalls als ein Team, dass einfach mal so im Vorbeimarsch zu schlagen wäre. Dadurch entwickelte sich ein äußerst intensives Spiel, dass so viel Kraft kostete, dass alle Spieler am Ende stehend k.o. waren.

„Dieses Match hätte wirklich nicht länger dauern können. Diese 60 Minuten ging an die Substanz. Die ersten 15 Minuten haben wir überragend gespielt, dann aber zu viele Fehler gemacht, dennoch verdient gewonnen“, zog Brandes ein zu Recht positives Fazit.

Matchwinner Krüger

In den letzten fünf Minuten wurden die 180 Zuschauern noch einmal auf die Folter gespannt. Beim Stande von 21:20 hält Krüger einen Strafwurf des am Ende mit sechs Toren besten Hamelner Werfers Otto. Vlad Avram erhöht drei Minuten vor dem Ende nach einer Energieleistung auf 22:20. 26 Sekunden vor dem Schlusspfiff hat Marlon Krebs nach einem Tempogegenstoß die Riesenchance zum 23:21, scheitert aber an Hamelns überragenden Keeper Frank Rosenthal, ehe Krüger zwei Sekunden vor dem Ende zum Helden und Matchwinner mutiert.

HG: Krüger - Krebs 5, Warnecke, Zech, Bruns 1, Bohnhoff, Brandes 6/3, Avram 2, Ruck 6, Osei-Bonsu, Naß 2. (gsd)

Von Walter Gleitze

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