Handball-Oberliga Männer: Sieg weg in letzter Sekunde

Rosdorf und Dingelbe trennen sich 27:27 / Sieben König-Tore

Und wieder ’ne „linke Wumme“! Rosdorfs Konstantin König (am Ball) hat sich gegen Dingelbes Hendrik Fiene (27) und Kenny Blotor (33) durchgesetzt und erzielt einen seiner sieben Treffer. Foto: Jelinek

Rosdorf. Der „Tatort“ lief am gestrigen Sonntagabend erst um 20.15 Uhr. Mindestens genauso spannend war es gestern schon zwei Stunden zuvor beim Oberliga-Handballkrimi zwischen der HG Rosdorf-Grone und dem TV Eiche Dingelbe. Nach einem „Hitchcock“ trennten sich die beiden Teams schiedlich-friedlich 27:27 ( 15:14). Aber so entspannt war es natürlich keineswegs...

Die letzten 34 Sekunden beim Stand von 26:26 im Zeitraffer: Auszeit von Dingelbe. Weiter geht’s mit Ballbesitz Rosdorf. Weiter Wurf zu Mathis Ruck, der rechts durchstartet und hart gefoult wird von Dingelbes Hendrik Froböse. Der bekommt Rot der Schiedsrichter aus Göttingen-Geismar –- eine wieder mal unglückliche Referee-Ansetzung des Verbandes. Siebenmeter für die HG. Hubertus Brandes behält die Nerven, verwandelt zum 27:26. Noch drei Sekunden. Anwurf Dingelbe. Rückraum-Shooter Jirka Strube kriegt den Ball, hämmert ihn mit der Schlusssirene zum 27:27 ins HG-Tor. Verdient für die Gäste. Zu dumm für Rosdorf, das diesen letzten Wurf nicht verteidigen kann.

Spannender Spielverlauf

„Ein gewonnener Punkt für uns“, bleibt HG-Coach Gernot Weiss wie immer sachlich-nüchtern. „Wir haben es diesmal nicht gesachafft, unser Spiel zu finden. Wir haben gedacht, dass es mit unseren Erfolgen einfach so weitergeht. Aber es geht eben nicht von alleine.“

Schon vor den letzten 34 Sekunden wurde das Match zu einem Krimi. Der Spielverlauf immer äußerst eng, nur einmal konnte sich eine Mannschaft auf vier Tore absetzen – das war die HG beim 13:9 (21.).

Zu Beginn lagen die Rosdorfer 2:5 zurück, brauchten zehn Minuten Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden und ihr zuletzt gefürchtetes Abwehrbollwerk aufzubauen. Den späteren Vier-Tore-Vorsprung zu halten und sogar auszubauen, vermochten sie indes nicht. Die starken „Eichen“ ließen sich einfach nicht abschütteln. Kenny Blotor (5), Jirka Strube (6) und nach der Pause Hendrik Fiene (7) boten Rosdorf vehement Paroli. Dass Dingelbe ganz unangenehm zu spielen ist, bekam nach Duderstadt (wo die „Eichen“ siegten) nun auch Rosdorf zu spüren.

Als die Gäste sechs Minuten vor Schluss der überaus spannenden Partie 24:23 vorn lagen, drohte der HG sogar eine Heimpleite. Doch der wieder starke Konstantin König, der für seine harten Würfe eigentlich einen Waffenschein benötigt, ließ seine Tore sechs und sieben zum 26:26 folgen. „Am Ende war’s nicht unverdient für Dingelbe“, meinte Marlon Krebs. „Es passte zum Spiel, dass der letzte Wurf noch reingeht.“

HG: Krüger, Döscher - Krebs 3, Brandes 5/1, Bohnhoff, Kupzog 3, Ruck 5/1, Müller 2, Herthum, Quanz, König 7, Osei-Bonsu, Bruns, Heske. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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