Handball-Oberliga Männer: Rosdorf bezwingt den MTV Großenheidorn mit 30:22

HG siegt mit Flügelzange

Starke zweite Halbzeit: Rosdorfs Rechtsaußen Mathis Ruck erzielte vier seiner sieben Treffer nach der Pause. Großenheidorns Christian Reese (links) kann den HGer hier nicht stoppen. Foto: Jelinek

Göttingen. So klar wie es das Endergebnis vermuten lässt, war die Partie in der Handball-Oberliga der Männer zwischen der HG Rosdorf-Grone und dem MTV Großenheidorn längst nicht. Der Tabellenzweite musste alles in dieses Match reinlegen, um die zwei Zähler gegen den bisherigen Fünften zuhause zu behalten. Mathis Ruck und Aaron Frölich waren mit je sieben Treffern die erfolgreichsten Torschützen für die Mannschaft von Trainer Gernot Weiss. Rosdorfs Flügelzange hat wieder einmal zugeschlagen: Frölich spielt Linksaußen, Ruck Rechtsaußen.

Darüber hinaus war es ein Erfolg mit besonderen Finessen: Zum 12:9-Zwischenstand traf Rückraum-Shooter Konstantin König per „Wembley-Tor“. Die nicht immer sicheren Schiedsrichter aus Wittingen hatten seinen Lattenknaller hinter der Linie gesehen. Das zweite Glanzstück lieferte die Flügelzange persönlich: Frölich passte von Linksaußen quer rüber durch den Kreis zu Rechtsaußen Ruck, der per „Kempa-Trick“ zum 22:15 vollendete. Das zweite Schmankerl in einer zerfahrenen, häufig wegen vieler Nickligkeiten unterbrochenen Begegnung, die ihren Tiefpunkt in der roten Karte für Heidorns Maximilian Wölfel in der 56. Minute hatte, als er gegen Ruck nachschlug.

Mehr Strafen für Weiss-Team

Ansonsten war die Strafenverteilung bemerkenswert: Rosdorf erhielt acht Zeitstrafen, die MTVer lediglich drei plus der roten Karte. Geschuldet ist die Verteilung sicher auch der äußerst aggressiven Spielweise der HGer in der Defensive – so geht es eben auch in den höheren Spielklassen zu. „In der zweiten Halbzeit sind wir in der Abwehr besser geworden. Der Anfang war eher durchwachsen“, kommentierte Mathis Ruck.

Heidorn führte nur beim 1:0, Hubertus Brandes leitete Rosdorfs Trefferserie mit zwei Siebenmetern ein. 9:6 (17.) lag die HG vorn, der MTV verkürzte auf 8:9, ehe Frölich die Halbzeitführung trotz 4:6-Unterzahl gelang.

Auch für die ersten drei Tore nach dem Wechsel zeichnete Frölich verantwortlich, der wie Ruck die Mehrzahl seiner sieben Tore (fünf) in der zweiten Hälfte markierte. Ein wichtiges Tor gelang auch Kreisläufer Daniel Müller zum 23:19 – ebenfalls in Unterzahl.

HG-Trainer Weiss war wieder einmal nicht ganz zufrieden: „Wir sind konsequent geblieben, aber wir hatten zu wenig Spielfluss, haben vorne zu individuell gespielt.“ Bei einem Sieg lassen sich derartige Defizite verschmerzen. HG-Teammanager Dieter Kress: „Das war ein Super-Oberliga-Kampfspiel!“ Völlig richtig!

HG: Krüger, Döscher - Krebs 5, Brandes 4/3, Herthum, König 2, Bohnhoff, Kupzog 1, Heske, Quanz, Molzahn, Ruck 7, Müller 2, Herthum, Osei-Bonsu, Frölich 7, Bruns. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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