Konzentration reicht nur für eine Hälfte

TG Münden geht trotz starker erster Halbzeit gegen Vorsfelde leer aus

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Kam diesmal im Rückraum zum Einsatz: Lukas Michalke, der ansonsten auf Rechtsaußen spielt. 

Bei Handball-Oberligist TG Münden ist ein Aufwärtstrend unverkennbar. Aber auch nach dem Heimspiel gegen Vorsfelde wartet das Team auf das erste Erfolgserlebnis.

Zur Halbzeit mussten sich die Zuschauer in der Gymnasiumshalle mal kurz zwicken: Oberliga-Schlusslicht TG Münden führte tatsächlich gegen den Tabellenzweiten MTV Vorsfelde deutlich. Am Ende war es aber wie immer in dieser Saison, denn die TG zog beim 28:36 (20:16) zum achten Mal hintereinander den Kürzeren.

„Das Ergebnis ist am Ende zu hoch ausgefallen, aber letztlich konnten wir aufgrund einer hohen Fehlerquote in der zweiten Halbzeit die Überraschung nicht schaffen“, meinte TG-Trainer Matthias Linke. Während der ersten 30 Spielminuten herrschte rund um Linke auf der Mündener Bank fast schon Euphorie. Ständig gingen die Fäuste nach oben, denn auf dem Feld gab es zahlreiche gelungene Aktionen zu bejubeln.

Der MTV Vorsfelde legte zwar zunächst einen standesgemäßen 6:2-Vorsprung hin, und vor allem Ex-Drittligaspieler Bert Hartfiel auf Halbrechts war überhaupt nicht zu stoppen. Aber auch die beiden anderen Rückraumspieler Schilling und Kühlbach gaben der TG einige Rätsel auf. 

Alles schien in den erwarteten Bahnen zu laufen. Dann brachte ausgerechnet die Einwechslung eines Spielers, der ansonsten drei Klassen tiefer seine Partien bestreitet, die Wende: Reserve-Torhüter Jonas Görtelmeyer parierte insgesamt acht Bälle – für bisherige TG-Verhältnisse eine stattliche Zahl. 

Dadurch konnten endlich mal Kontergegenstöße eingeleitet werden, bei denen dann ein Mündener seinen ganzen Ballast abwerfen konnte: Linksaußen Klemens Rohdich – vor der Saison aus der zwei Klassen tieferen Bezirksoberliga gekommen – erzielte seine ersten drei Saisontreffer. Leistungsträger waren aber andere: Mittelmann Nico Backs und Rückkehrer Christian Grambow. 

Seine acht Tore können keineswegs als selbstverständlich angesehen werden, da der 30-Jährige erst Anfang Oktober wieder aus der Handball-Rente ins Training zurückkehrte. Er führte die TG mit einer beeindruckenden Effektivität zum umjubelten 20:16-Halbzeitvorsprung.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es aber nur wenige Minuten, bis Vorsfelde den Rückstand ausgeglichen hatte. Die Gäste profitierten nun von einer TG, die in alte Muster verfiel und oftmals viel zu schnell ihre Angriffe abschloss. 

Nach einer fast fehlerfreien ersten Halbzeit gab es nun zehn Fehlwürfe und sechs technische Fehler oder Fehlpässe zu registrieren. Das war gegen nun äußerst konzentrierte Gäste zuviel. Münden kam im zweiten Abschnitt unter anderem auf nur noch fünf Feldtore.

Und so blieb Matthias Linke nur festzustellen: „In der ersten Halbzeit war es der Handball, den wir haben wollen. Aber wir müssen dieses Niveau über einen längeren Zeitraum zeigen.“

TG Münden: Görtler, Görtelmeyer – Backs 12/7, Grambow 8, Rohdich 3, Michalke 2, Hartig 2, Kleinschmidt 1, Schilke, Mangels, Bolse, Fehling, Prinz.

Bester Werfer MTV: Hartfiel 10.

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