22:31 gegen SG Börde

Für TG Münden bleibt die Null

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Eindringlich: Jens Wiegräfe versucht beim Stand von 15:17 noch mal auf die TG-Spieler einzuwirken.

Hann. Münden – Gegen die auswärts sieglose SG Börde hatte Oberligist TG Münden den ersten Erfolg erwartet. Doch kurzfristige Absagen der beiden Rückraumschützen Grambow und Pfaffenbach machten den Plan zunichte. Letztlich hieß es 22:31 (10:10) aus Sicht der Mündener Handballer.

Schon die Vorzeichen waren für die Gastgeber alles andere als vielversprechend. Neben den beiden Langzeitverletzten Nico Backs und Klemens Rohdich mussten mit dem privat verhinderten Christian Grambow und dem berufsbedingt abwesenden Pascal Pfaffenbach zwei routinierte Leistungsträger kurzfristig passen. Was die Mündener Rumpf-Sieben dann aber in der ersten Halbzeit aufs Parkett der mit rund 200 Zuschauern erneut gut besuchten Gymnasiumshalle zauberte, war zunächst aller Ehren wert.

Gestützt auf eine gut zupackende und schnell verschiebende Abwehr und mit einem bärenstarken Mario Görtler zwischen den Pfosten, wussten die Hausherren auch im Angriff mit ungewohnter Durchschlagskraft zu überzeugen. Während die sichtlich überraschten Gäste fast gar nichts zustande brachten und viel eher wie ein potenzieller Absteiger wirkten als die Mündener, gelang diesen beinahe alles. So ging die 6:2-Führung nach zwölf Minuten auch völlig in Ordnung.

Dass es in der Anfangsphase so gut lief, lag vor allem am starken Rückraum. Während Pelle Schilke auf Halblinks für Christian Grambow einsprang und mit Würfen aus der zweiten Reihe immer wieder für Gefahr sorgte, suchte Niklas Bolse, der für den bis zum Saisonende ausfallenden Nico Backs die Mittelposition übernommen hat, immer wieder den Weg in die Tiefe, nutzte viele Lücken und war am Ende mit sieben Treffern (davon vier verwandelte Siebenmeter) bester TG-Werfer. Für die positivste Überraschung aber sorgte der junge Tim Weinberger, den das Trainergespann erst in der Winterpause aus der zweiten Mannschaft hochgezogen hatte und der bei seinem ersten Einsatz in der Start-Sieben (bedingt auch durch den Ausfall von Pascal Pfaffenbach) auf ganzer Linie zu überzeugen wusste. Und das, obwohl er nach zehn Minuten bereits mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste und erst nach einer minutenlanger Behandlungspause mit einer dicken Kniebandage weitermachen konnte.

Weinbergers Verletzungspause war es auch, die dem Mündener Angriffsspiel den ersten Knick versetzte (7:7/23.). Nachdem man sich aber wieder gefangen und die Partie bis zum 16:17 (43.) völlig offen gestaltet hatte, verloren die Gastgeber völlig die Ordnung. „Was wir dann gespielt haben, war vogelwild“, haderte Matthias Linke mit den vielen Fehlpässen, die beim Gegner landeten und von diesem in Tempogegenstoßtore umgemünzt wurden. „Dieses Spiel hätten wir nie und nimmer mit neun Toren Differenz verlieren dürfen“, trauerte Linke einer weiteren vergebenen Chance nach. Für die TG steht weiter die Null auf dem Punktekonto. TG Münden: Görtler, Sonne – Bolse 7/4, Weinberger 5, Schilke 4, Michalke 2, Fehling 1, Mangels 1, Kleinschmidt 1, Hartig 1.

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