Am Ende läuft die Zeit davon

TG Münden verliert auch Kellerduell gegen Barsinghausen

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Durchgetankt: Der zwölffache Torschütze Christian Grambow gegen Robin Müller.  

Hann. Münden.  Selbst im Kellerduell der Handball-Oberliga ging die TG Münden leer aus. Gegen den HV Barsinghausen setzte es ein 29:30 (17:19).

Das Mündener Handballpublikum ist trotz der Niederlagenserie bemerkenswert: Andernorts wäre eine Tabellenschlusslicht, das gerade seine zwölfte Niederlage kassiert hat, vielleicht sogar ausgepfiffen worden. In der Gymnasiumshalle spendeten hingegen viele der nur noch rund 120 Zuschauer aufmunternden Applaus. Das war nach einem weiteren deprimierenden Resultat auch nötig.

Für die Moral der Hausherren wäre ein Erfolg gegen den Tabellenvorletzten wichtig gewesen. Doch wieder einmal mussten sich Mannschaft und Trainer eingestehen, dass es letztlich eben nie reicht. „Wenn man so spät wie wir heute aufwacht, kann man kaum gewinnen“, stellte Trainer Matthias Linke fest, der Mitte der zweiten Halbzeit die Partie wohl ebenfalls schon abgehakt hatte.

Begonnen hatte die Begegnung mit einer Schweigeminute für Günter Isenbort. Der langjährige TG-Trommler und Kenner der Mündener Handballszene war am Tag zuvor nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

Die Gastgeber lieferten zumindest im Angriff eine ausgezeichnete erste Hälfte ab. 17 Tore in nur 30 Minuten konnten sich sehen lassen. Blöd nur, dass auch für die Barsinghäuser fast jeder Wurf ein Treffer war. Auf TG-Seite machte Christian Grambow ein besonders starkes Spiel und war an fast zwei Dritteln aller Mündener Tore beteiligt. So führte er die Gastgeber zu einem 13:12-Vorsprung (18.). Bis zur Pause hatten die Gäste dann leichte Vorteile, und nach dem Seitenwechsel zogen sie davon. Ausschlaggebend war eine völlig unerwartet aufkommende Fehlerflut der TG im Angriff. Ihr gelangen in 16 Spielminuten ganze drei Treffer, und die Gäste führten nun mit 27:20 (47.).

Erst jetzt hielten die Torhüter Patrick Sonne und später auch Mario Görtler einige Bälle und bescherten ihrem Team so eine neue Chance. Mit der nun offensiven Mündener 4-2-Deckung kamen die Gäste nicht zurecht. zudem kassierten sie noch zwei Rote Karten, was die TG und ihre Fans zusätzlich beflügelte. Letztlich lief den Hausherren aber die Zeit davon; zwei verworfene Siebenmeter kamen hinzu.

Zum letzten Spiel des Jahres reist die TG am kommenden Samstag zur HSG Plesse nach Bovenden (Anwurf um 19.30 Uhr).

TG Münden: Sonne, Krause, Görtler – Grambow 12, Bolse 4, Kleinschmidt 3, Schilke 3, Backs 3/1, Michalke 2, Hartig 2, Mangels, Fehling, Prinz, Rohdich.

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