Handball-Oberliga: Rosdorfs Coach Gernot Weiss kann sich nicht über hohen Sieg freuen

Trainer trotz 42:30 sauer

Harter Einsatz: Rosdorfs Daniel Menn (am Ball) wird hier von Schaumburgs Nikolai Hengst (rechts) am Torwurf gehindert. Philip Reinsch greift nicht mehr ein. Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. „So brauchen wir erst gar nicht am nächsten Wochenende in Northeim antreten, wenn wir so spielen wie gegen Schaumburg.“ Die Kritik vom Trainer des Handball-Oberligisten HG Rosdorf-Grone, Gernot Weiss, war nach dem deutlichen 42:30 (20:16)-Sieg gegen den Tabellenfünften HSG Schaumburg Nord nur sehr schwer nachzuvollziehen.

Weiss machte indes seine Kritik daran fest, dass „wir total undiszipliniert gespielt haben gegen einen personell dezimierten Gegner. Wären die mit voller Truppe aufgelaufen, hätten wir verloren“. Keine Frage, in der Defensive haperte es kräftig bei den Rosdorfern, bei denen nach Meinung des Trainers „einige überhaupt nicht verteidigt haben“. Daher zweifellos auch die 30 Gegentreffer, die Weiss gar nicht schmeckten.

Nur ein Mal im Rückstand

Doch die 42 erzielten Tore waren gleichwohl aller Ehren wert gegen am Ende zugegebenermaßen ausgepowerte Gäste. Dies lag aber zuvörderst daran, dass von der fünften bis 20. Minute an die Gastgeber Hochgeschwindigkeits-Handball der feinsten Art geboten hatten und so nach nur einmaligem Rückstand beim 3:4 (5. Minute), als die HG-Deckung viel zu offensiv agierte und die HSG immer wieder vom Kreis erfolgreich war, den Turbo anschalteten und den Schaumburgern auf 12:6 enteilt waren. Dazu trug vor allem Rückraumspieler Maximilian Zech bei, dessen knallharte Würfe nicht zu parieren waren.

In der Folgezeit schlich sich indes der Schlendrian in die HG-Aktionen, die nicht mehr zwingend waren, so dass die HSG einen 10:18-Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 16:20 verkürzen konnte. Viel zu hektisch waren in der Schlussphase der ersten Halbzeit die Aktionen der Rosdorfer, zumal sich die HSG-Defensive besser auf das Offensivspiel der HGer eingestellt hatte.

Neun Zeitstrafen für die HG

Nach dem Wechsel konnten die Gäste bis zum 21:23 noch mithalten, ehe die Rosdorfer vor allem durch Tempogegenstöße immer wieder zu leichten Treffern kamen und mit einem 8:2-Lauf zwischenzeitlich auf 31:23 davongezogen waren. Mit Julian Krüger gab zudem ein starker Torwart der Abwehr die nötige Sicherheit.

Dass die HG in der Abwehr zeitweise aber kräftig zupackte, dokumentierten neun Zeitstrafen gegen lediglich drei für die Gäste.

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 2, Osei-Bonsu 1, Zech 8/2, Brandes 1/1, Krebs 2, Menn 7, Bruns 2/1, Nass 4, Avram 9, Warnecke 1, Bonhoff 1, Frölich 4. (gsd)

Von Walter Gleitze

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