Der Traum von der 3. Liga

Handball-Oberliga Männer: Marlon Krebs will mit dem Northeimer HC aufsteigen

Den Aufstieg im Visier: Neuzugang Marlon Krebs (li.) will mit seinem Northeimer HC in die dritte Liga. Foto: Niesen

Northeim. Der Traum des Oberliga-Handballers Marlon Krebs ist die 3. Bundesliga. Mit seinem neuen Verein Northeimer HC könnte das große Ziel des 25-Jährigen Realität werden.

Zwei Spiele hat der Student der Polizeiakademie Hann.Münden für den Oberliga-Spitzenreiter bislang absolviert, das jüngste beim 41:26 Sieg über Schlusslicht HV Barsinghausen. Bei ihm stellte er sich dem fachkundigen Northeimer Publikum in der Schuhwallhalle erstmals im gelb-schwarzen NHC-Dress vor – durchaus überzeugend. In seiner Rolle als Spielgestalter ist er ab sofort einer der Hoffnungsträger.

Im Angriff, sagt er, sei es mit dem Gegenstoßspiel und der zweiten Welle gut gelaufen. „In der Abwehr sehe ich noch Potential nach oben. Ich bin in eine intakte, gut funktionierende Mannschaft gekommen und muss in ihr meine Rolle finden“, sagt der sympathisch und offen auftretende Rückraumspieler, der über 20 Jahre lang fast ausschließlich für den südniedersächsischen Oberligisten HG Rosdorf-Grone aufgelaufen ist. Beim NHC-Konkurrenten machte er sich einen Namen als torgefährlicher Rückraumwerfer.

Bei seinem neuen Klub sei er gut aufgenommen worden, bekräftigt Krebs. „Viele kannte ich ja schon vorher.“ Mit einigen hatte er zudem auch schon vorher private Kontakte. „Das passt super gut“, freut er sich. „Da braucht es keine lange Integrationsphase.“

Doch nicht nur Marlon Krebs träumt von der 3. Liga. Die gesamte Mannschaft und die Fans, die beim einjährigen Drittliga-Gastspiel in der Saison 2014/15 mitreißende Spiele in toller Atmosphäre in meist ausverkaufter Halle sahen, hoffen nach zwei Jahren Oberliga jetzt auf den Titelgewinn.

Samstag gegen Duderstadt

Der Traum vom Aufstieg könnte sich jetzt wiederholen. Der NHC hat aktuell fünf Punkte Vorsprung auf die Verfolger Hameln und Vorsfelde, acht auf Duderstadt und neun auf Plesse-Hardenberg. Das in der 3. Liga ein anderer Wind weht mit Semi- und Halbprofis bei den Gegnern ist Krebs bewusst. „Da werden wir doppelt gut aufgestellt sein. Mit einem Backup auf ein, zwei Positionen, allein schon wegen der Verletzungsgefahr“, schätzt er ein.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Insgesamt muss der NHC noch 14 Partien bestreiten. Schwierig wird’s am Samstag im Südniedersachsen-Derby gegen TV Jahn Duderstadt. Und bei vielen starken Mannschaften muss der NHC in der Rückserie noch antreten – auch zum Rückspiel in Duderstadt.

Viel Kraft und Arbeit sind im Titelkampf gefragt. Da hilft Marlon Krebs zum Ausgleich vielleicht ein bisschen sein zweites Hobby. Er kocht liebend gerne, insbesondere „die guten Rouladen von Oma“. „Ganz klassisch.“

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