Handball-Oberliga: Drei externe und ein interner Neuzugang bei HG Rosdorf-Grone

„Verpflichtungen sind gute Fänge“

Typische Szene: Rosdorfs Aaron Frölich (am Ball) springt von Linksaußen in den Kreis und zieht wie hier vor Barsinghausens Torwart Marc Daseking ab. Foto: nh

Göttingen. „Wir sind zurzeit viel am Kiessee unterwegs“, lächelt Lennart Pietsch spitzbübisch. Damit meint der Co-Trainer von Handball-Oberligist HG Rosdorf-Grone die momentane Vorbereitungsphase, die von zahlreichen Läufen bestimmt wird. Nicht unbedingt jedermanns Geschmack in einem Handball-Team. Aber schließlich müssen jetzt die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden. Und da müssen viele „innere Schweinehunde“ besiegt werden...

„Das ist jetzt unsere zweite volle Woche, in der wir trainieren“, führt Pietsch weiter aus. „Wir waren aber auch schon drei-, viermal in der Halle.“ Auch da fließt der Schweiß bei den derzeitigen Temperaturen in Strömen.

Frölich ist wieder zurück

Auch von den Neuverpflichtungen sind Chefcoach Gernot Weiss und Pietsch schon recht angetan. „Das sind gute Fänge“, lobt der Weiss-Assistent jetzt schon die „dreieinhalb“ Neuzugänge. Warum diese ungewöhnliche Zahl? Weil Aaron Frölich ja eigentlich nie so richtig weg war, aber eben die vergangene Saison doch überwiegend pausierte. Jetzt zählt der flinke Linksaußen wieder zum Team und soll Jan-Philipp Naß ersetzen, der wegen seiner Freundin nach Hildesheim wechselte. Frölich ist also der „halbe Neue“.

Ganz neu sind drei Spieler: Hendrik Sievers (28) ist für den rechten Rückraum vorgesehen – als Rechtshänder. Markus Wächter (28) von der SG Börde Handball (früher Eiche Dingelbe) ist als neuer Mittelmann eingeplant. Und Neuzugang Nummer drei wurde ebenfalls mit Bedacht geholt: Weil der Ende in Mai in Kassel von MT-Melsungen-Arzt Strauch operierte Daniel Menn nach seinem Kreuzbandriss noch lange fehlt, wurde Tim Krumsiek (ebenfalls aus Alfeld geholt. Er feierte am Donnerstag seinen 23. Geburtstag. Pietsch: „Er hat viel Ähnlichkeit mit Nationalmannschafts-Kreisläufer Jannik Kohlbacher, ist ein Kraftprotz, ein angriffsstarker Kreisläufer und ganz anderer Typ als Menn.“

Wächter sei, so Pietsch, „ein ruhiger Vertreter“, soll ein Pendant zu Hubertus Brandes werden, den er aus Zeiten beim ehemaligen TSV Hannover-Anderten kennt. „Er ist schnell und stark im Eins gegen Eins“, so Pietsch weiter.

Sievers sollte jetzt in Rosdorfs offensives Abwehrsystem eingebaut werden – geht aber leider nicht. Der Neu-HGer ist auf Montage im Ruhrgebiet, fehlt noch zwei Wochen. Misslich, genauso wie ein weiterer Ausfall: Maxi Zech erlitt einen Bandscheibenvorfall. Man wolle es erstmal ohne Operation versuchen, eine Besserung sei derzeit aber nicht in Sicht.

Freitag gegen Gensungen

Auch ohne Sievers und Zech gewann die HG ihren ersten Test gegen den MTV Geismar 29:21. Am Freitagabend steigt bereits der zweite am Siedlungsweg gegen Hessen-Oberligist Gensungen im Rahmen eines Lauf-Trainingslagers übers Wochenende. Insgesamt müsse, so Pietsch, die HG-Abwehr noch konstanter werden. Man will wieder wie vergangenen Serie unter die Top-Drei kommen. Und natürlich die Wahnsinns-Heimserie halten: Zurzeit ist die HG seit Mai 2014 31 Mal zuhause unbesiegt. (haz/gsd-nh)

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