Gastgeber beim 21:36 chancenlos

VfL Hameln in Münden im Torrausch

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Traf dreimal für die TG: Tim Weinberger. 

Hann. Münden – Erneut einen bitteren Abend erlebten die Oberliga-Handballer der TG Münden im Heimspiel gegen den VfL Hameln.

Nach der 10:39-Heimklatsche zwei Wochen zuvor gegen Spitzenreiter Vinnhorst unterlag das nach wie vor punktlose Schlusslicht auch dem Tabellendritten überaus klar mit 21:36 (11:20).

Lange hatte es danach ausgesehen, als würden die Mündener diesmal 40 oder sogar noch mehr Gegentore eingeschenkt bekommen. Als noch eine Viertelstunde zu spielen war, führten die Gäste bereits mit 31:15 und nichts schien sie bremsen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Hamelner mit ihrem blitzschnellen Umschaltspiel und reihenweise konsequent genutzter Tempogegenstöße jede noch so kleine Schwäche der Hausherren genutzt und sich in einen wahren Torrausch gespielt.

Dass es nach einer durchaus guten Vorstellung der TG in der Anfangsphase (nach 15 Minuten lag man nur mit 7:9 hinten) überhaupt so weit kommen konnte, war der sich plötzlich einstellenden Serie technischer Fehler und katastrophaler Fehlwürfe geschuldet. Immer wieder landeten die Bälle im Angriff beim Gegner, was diesen förmlich zu Tempogegenstößen einlud. Weil auch Jonas Görtler und später Patrick Sonne im Tor zunächst kaum einmal eine Hand an den Ball bekamen, war die Partie zur Pause längst entschieden.

Dass es am Ende doch kein Riesendebakel für das Team der beiden Trainer Matthias Linke und Jens Wiegräfe wurde, lag vor allem an der Moral ihrer Jungs in der Schlussviertelstunde. Mit einem nun immer stärker werdenden Patrick Sonne im Tor, einer deutlich konsequenteren Abwehrarbeit und einer besseren Chancenverwertung gelang es den Gastgebern nicht nur, die Niederlage doch noch einigermaßen erträglich zu gestalten. Mit Nico Bolse war es auch ein Mündener, der zehn Minuten vor Schluss für das spielerische Glanzlicht der Partie sorgte: Nach einem Fehlwurf eines Hamelners und dem langen Abwurf von Torwart Sonne sprang Bolse vor dem gegnerischen Kreis ab, fing das Leder in der Luft und zirkelte es am guten, in dieser Szene aber chancenlosen VfL-Keeper Frank Rosenthal vorbei in die Maschen. Mindestens genauso umjubelt war in der letzten Minute der Treffer zum 21:35 von Rechtsaußen Frederick Zischka, der bei seinem ersten Oberligaeinsatz gleich sein erstes Tor erzielte.

TG Münden: Görtler, Sonne – Grambow 5/1, Bolse 4, Kleinschmidt 4, Weinberger 3, Schilke 3, Michalke 1, Zischka 1, Fehling, Mangels, Hartig.

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