Handball-Oberliga Männer: Rosdorf meldet sich nach Hildesheim-Pleite mit 31:28 zurück

Viel Mühe gegen Börde

Am gegnerischen Kreis hochgestiegen: Rosdorfs Vlad Avram (links) wird von Bördes Jan Kolja Strube am Torwurf gehindert. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Auch ihr 29. saisonübergreifendes Heimspiel in der Handball-Oberliga gewannen die Männer der HG Rosdorf-Grone. Allerdings hatten sie beim 31:28 (16:14)-Erfolg gegen den Tabellenzwölften SG Börde Handball, der in der Abstiegsfrage noch nicht ganz aus dem Schneider ist, mehr Mühe als erwartet.

Die Gastgeber begannen stark, lagen nach einer Viertelstunde mit 10:5 in führung und alles sah nach einem Kantersieg aus. doch plötzlich zeigten die HGer ungewöhnliche Konzentrationsschwächen und vor allem Wackler in der Defensive, die die SG zu nutzen verstand und innerhalb von nur fünf Minuten zum 10:10 ausgleichen konnte. Co-Trainer Lennart Pietsch, der die Mannschaft eigenverantwortlich betreute, da Trainer Gernot Weiss an diesem Wochenende einen Crash-Kurs zum Heilpraktiker in Berlin absolviert, versuchte immer wieder, sein Team in die richtige Spur zu bekommen.

13 Zeitstrafen

„Das war kein schönes Spiel, kein Leckerbissen“, räumte Pietsch ein. „Gegen die ehemaligen Dingelber ist es immer schwer, sie spielen eine gute Deckung.“ Dass es oft bis an die Grenze des erlaubten ging, belegen 13 Zeitstrafen.

Kritisch sah Pietsch auch die Leistung der eigenen Mannschaft. „Wir waren im Angriff nicht gut, haben uns in der Abwehr aber gegenüber der Niederlage am letzten Mittwoch in Hildesheim gesteigert.“ Apropos: Dort hatte Rosadorfs Abwehrchef Jan-Patrick Bohnhoff wie erst jetzt bekannt wurde die rote Karte gesehen. Die Folge sind nun drei Spiele Sperre, nachdem nach einer Attacke gegen einen Hildesheimer auch Blut geflossen war. Bohnhoff wurde aber von Sebastian Bruns in der Deckung ordentlich vertreten. „Er hat einen starken Part gespielt“, lobte Pietsch. Auch Clemens Warnecke bekam ein Lob. Insgesamt aber agierten die Rosdorfer als Kollektiv gut. Auch Torwart Krüger ließ wieder einen Aufwärtstrend erkennen.

Bohnhoff drei Spiele gesperrt

Nach einem 4:4 in der Anfangsphase zogen die HGer auf 10:5 weg, lagen zur Halbzeit aber nur zwei Tore vorn. Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber zwei, drei Tore vorn, kurz vor Schluss sogar wieder 30:25, ehe die SG Börde durch eine offene Manndeckung noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte. Pietsch: „Ein Arbeitssieg, am Ende haben wir´s souverän runtergespielt.“ Womit die HG zum 29. Mal zuhause ungeschlagen blieb. Maxi Zech sah kurz vor Schluss noch Rot (3x2min.).

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 1, Zech 4/2, Brandes 2, Krebs 9, Menn 4, Avram 3, Bohnhoff, Osei-Bonsu 1, Warnecke 2. (gsd)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.