Handball-Oberliga Männer: Darum ist die HG Rosdorf-Grone zurzeit so stark

„Wollen vor Northeim sein“

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Derzeit nicht zu stoppen: Rosdorfs wurfgewaltiger Rückraumspieler Marlon Krebs (links) und sein Team ließen sich auch nicht vom Spitzenreiter MTV Braunschweigs aufhalten. 

Rosdorf. Die Handballer der HG Rosdorf-Grone mischen die Oberliga Niedersachsen auf. Seit 27 Spielen ist das Team zuhause ungeschlagen, zuletzt holten die HGer 16:0-Punkte in Serie und sind in der Rückrunde auch noch unbesiegt. 

Mit einem weiteren Sieg im Nachholspiel am 13. April in Hildesheim können die Rosdorfer (am 9./10. April spielfrei) sogar den dann punktgleichen Nachbarn Northeim aufgrund des besseren Torverhältnisses überholen und Zweiter hinter dem mit vier Zählern Vorsprung führenden Aufsteiger MTV Braunschweig werden. Und: Der Spitzenreiter erwartet noch Northeim… Wir fragten bei Spielern und dem HG-Vorsitzenden Jürgen Weißke nach, woher der Erfolg rührt.

Jürgen Weißke: „Die Mannschaft setzt inzwischen die Philosophie des Trainers perfekt um, die da lautet: Unbändiger Kampf und Einsatzwille. Der Zusammenhalt des Team s mit Trainer ist so stark, dass kein Blatt Papier dazwischenpasst. Wir haben allerdings schon definitiv vor ein paar Wochen beim Verband den Verzicht auf die dritte Liga erklärt. In Zukunft aber soll die dritte Liga kein Tabuthema sein, wir gehen aber kein finanzielles Risiko ein, werden uns in der kommenden Saison auf zwei bis drei Positionen noch verstärken.“

Torjäger Marlon Krebs: „Wir sind insgesamt besser aufgestellt als vergangene Saison. Es hat aber etwas gedauert, bis alle integriert waren. Vor allem so knappe Siege wie in Northeim oder gegen Braunschweig steigern das Selbstvertrauen. Meine Tore spielen da keine Rolle, es ist wichtig, dass sich die Tore aufteilen. Wir sind schwer auszurechnen, es gibt kaum ein Leistungsgefälle.“

Torwart Julian Krüger: „Mittlerweile haben wir verstanden, was der Trainer will, und setzen das auch um. Die Abwehr stand letzte Saison schon gut, aber jetzt werfen wir auch deutlich mehr Tore und machen Druck aus der zweiten Welle. Es läuft gut bei uns. Lenny Pietsch macht mit uns Torhütern noch Extra-Training. Unser Ziel ist jetzt, vor Northeim zu landen. Die schweren Spiele haben wir schon hinter uns, im Idealfall verlieren wir kein Spiel mehr in der Rückrunde. Allein die Serie mit nun 27 ungeschlagenen Heimspielen nervt ein bisschen.“

Kapitän Hubertus Brandes: „Die Motivation stimmt, wir geben 100 Prozent, haben ein gewisses Selbstvertrauen. Unsere Abwehr steht gut, die Torhüter halten gut, wir machen viele Tore aus dem Tempospiel heraus. Wir haben einen breiten Kader und glücklicherweise wenige Verletzungen. An einen Aufstieg verschwenden wir aber keinen Gedanken.“

Bis Dienstag nach Ostern ist bei der HG eine Woche Pause angesagt. Am 3. April steigt ein Test zwischen Rosdorf und dem Verbandsliga-Spitzenreiter und Aufstiegsaspiranten HSG Plesse-Hardenberg. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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