Handball-Oberliga Männer: Mit Zech geht’s zack-zack

Ungefährdeter Rosdorfer 32:27-Sieg gegen MTV Vorsfelde

Neun Tore von der Nummer 9: Rosdorfs Maximilian Zech zieht aus dem Rückraum wuchtig ab vor Vorsfeldes Sascha Kühlbauch (4) und Michael Schwoerke (3). Insgesamt traf der HG-Neuzugang nun schon 90 Mal für sein Team. Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. Hinterher blieb er ganz bescheiden. „Die neun Tore sind egal. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben“, meinte Maximilian Zech nach dem 32:27 (21:11)-Sieg seiner HG Rosdorf-Grone gegen den MTV Vorsfelde. Zum 24. Mal in Folge blieb das Handball-Oberligateam von Trainer Gernot Weiss damit zuhause schon ungeschlagen. Mit neun Treffern (sechs vor der Pause) hatte der Ex-Moringer Zech daran einen großen Anteil. Mit Zech ging’s bei Rosdorf zack-zack.

Die Rosdorfer bleiben damit auch auf Tuchfühlung zu den beiden führenden Teams aus Braunschweig und Northeim. „Wir haben guten Handball gezeigt“, war HG-Coach Weiss zufrieden. „Nur die ersten zehn Minuten lief es noch nicht.“ Assistent Lenny Pietsch pflichtete ihm bei: „Wir hatten eine gute Aggressivität in der Deckung, Vorsfelde wusste nicht, was es machen sollte. Wir hatten den MTV im Griff.“

Eine gute Viertelstunde dauerte es, bis sich die HGer ihren Gegner zurechtgelegt hatten. Rosdorf überstand eine fast gleichzeitige, doppelte Zeitstrafe gegen Coach Weiss und seinen rumänischen Landsmann Vlad Avram unbeschadet und legte nach dem 9:9-Ausgleich der Gäste los. Torwart Julian Krüger parierte einen Siebenmeter von Vorsfeldes Kühlbauch, und die HG kam durch einen 6:0-Lauf zu einem 15:9-Vorsprung. Nach 26 Minuten warf Marlon Krebs zum 17:10 ein – sein 100. Saisontor. „Für mich hat das keinen besonderen Wert“, blieb auch er zurückhaltend.

Nach dem klaren 21:11 zur Pause brachte Weiss zur zweiten Hälfte Daniel Ziegler im Tor, der nahtlos an die gute Leistung von Krüger anknüpfte. In der 37. Minute stand die HG mit einer 6-3-Überzahl auf dem Feld, baute ihre Führung wenig später auf elf Tore aus, als Avram nach tollem Spielzug sehenswert in den rechten Winkel traf. Mathis Ruck & Co. kämpften um jeden Ball, er selbst netzte seinen 70. Treffer zum 25:15 ein. Zechs letztes Tor zum 30:19 war sein persönlich 90. Treffer.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ Rosdorf, das noch ein halbes Dutzend Mal an Pfosten und Latte scheiterte, die Zügel schleifen, so dass der MTV noch auf minus Fünf verkürzen konnte. „Zuhause sind wir heißer als auswärts“, meinte Kreisläufer Daniel Menn zu Rosdorfs Heimstärke und Auswärtsschlendrian. „Es ist schon ein Rätsel, warum wir es auswärts oft nicht hinbekommen“, meinte Marlon Krebs. Hubertus Brandes: „Ärgerlich, dass wir die zweite Hälfte nicht mehr so gut waren.“

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 6, Osei-Bonsu, Zech 9, Brandes 2, Herthum, Quanz, Krebs 5, Menn 3, Bruns 3/1, Nass 1, Avram 3, Warnecke. (gsd)

Von Helmut Anschütz

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.