Nur Zentimeter am Sieg vorbei

Handball-Oberliga Männer: Burgenteam unterliegt dem MTV Vorsfelde mit 24:25

Thomas Reimann (am Ball) fehlten gegen Vorsfeldes Torhüter Christian Rüger in der Schlussminute nur Zentimeter zum Sieg. 

Bovenden. Sekunden vor dem Abpfiff hat Thomas Reimann die Chance auf den 25:24-Siegtreffer für die HSG Plesse-Hardenberg. Doch sein Wurf klatscht an den Innenpfosten, springt statt ins Tor zurück ins Feld und beschert Gästespieler Marco Basile den Tempogegenstoß, den er mit dem Siegtreffer zum 25:24 (12:9) krönt.

Der MTV Vorsfelde feierte diesen Auswärtssieg umso lauter, als die HSG dem Favoriten 60 Minuten lang alles abverlangt hatte. Ein Unentschieden wäre leistungsgerecht gewesen - und selbst ein HSG-Sieg sicher nicht unverdient.

Die Partie vor nur knapp 200 Zuschauern (die feuerten das Burgenteam allerdings an wie 400) litt unter den anfangs viel zu großzügigen Unparteiischen Gottfried/Süßmann. die zwei rüde Gästefouls beim ersten überhaupt nicht und beim zweiten unzureichend ahndeten. Als sie selber merkten, dass beide Seiten die - zunächst vom Gast ins Spiel gebrachte - Härte zu übertreiben begannen, zogen sie die Notbremse. Leidtragender war Sebastian Herrig, der nach elf Minuten für einen Griff an den Hals eines Gegenspielers mit Rot vom Feld musste. Eine vertretbare Konsequenz, die man sich allerdings manches Mal gerne auch in die andere Richtung gewünscht hätte.

Nach einer 2:0-Führung (3. Minute) mussten die Hausherren, denen überraschend auch noch der erkältete Christian Brand fehlte (für ihn wurde Thomas Reimann reaktiviert), dem Gast den Vortritt lassen. Vorsfelde setzte sich über 9:7 (17.) auf 13:9 (31.) ab. Doch die Hausherren kamen zwei Mal zurück (15:15/41. und - nach dem 20:24/56. - zum 24:24/60.).

Wesentlichen Anteil daran hatte die unter der Woche eingeübte 3-3--Abwehr, mit der die Gäste einfach nicht zurecht kamen. Finn Ozimek: „Das haben wir geübt - und das hat glänzend geklappt.“ Dass das Burgenteam am Ende mit leeren Händen dastand, hatte es nicht verdient, auch wenn es von fünf Siebenmetern nur zwei direkt verwandelte.

HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe jedenfalls lobte seine Spieler zu Recht: „Das war eine Riesenleistung.“

HSG: Wedemeyer (1.- 30. und ab 54.), Ahlborn (31.- 53.) - P. Schindler 7, Sültmann 6/2, Reimann 3, Smidt 3, Herrig 2, Meyer 2, Lapschies 1, Büttner, Endler, Jetzke, Ozimek, S. Schindler. (eko)

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