HG zuhause weiter eine Macht: Auch Spitzenreiter Braunschweig geputzt

Schwebezustand: Rosdorfs Kreisläufer Daniel Menn (vorn) hat sich von Braunschweigs Klaas Nikolayzik (20) gelöst, kommt so frei zum Wurf und erzielt einen seiner drei Treffer. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Nein, die Serie der HG Rosdorf-Grone von 26 ungeschlagenen saisonübergreifenden Heimspielen in der Handball-Oberliga konnte auch Spitzenreiter MTV Braunschweig nicht durchbrechen.

Nach einem atemberaubenden Spiel in der ausverkauften Sporthalle am Siedlungsweg mit völlig überforderten Schiedsrichtern gewann das Team von Trainer Gernot Weiss verdient mit 28:24 (14:13) und setzte damit ihre schon unheimlich anmutende Serie von nunmehr 27 ungeschlagenen Heimspielen fort.

„Mein Gemütszustand ist sehr gut“, meinte Weiss nach dem Abpfiff einer Partie, die alle Komponenten eines außergewöhnlichen Handballspiels besaß. Kampf, Spannung, spektakuläre Szenen, tolle Tore und einen HG-Torwart Julian Krüger, der den Braunschweigern vor allem in der zweiten Halbzeit mit sensationellen Paraden den Zahn zog. Dabei war gar nicht klar, ob Krüger aufgrund einer Adduktorenverletzung spielen konnte. Konnte er und wie! „Überragend“, so Weiss zur Leistung seines Keepers.

MTV führt nicht ein Mal

Nicht ein Mal während des gesamten Spiels konnte der Spitzenreiter aus Braunschweig in Führung gehen. Nachdem die HG ein 2:0 vorgelegt hatte, war es ausgerechnet MTV-Torwart Timon Wilken, der mit einem Wurf über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Krüger, der den Ball von Wilken, der den Braten roch, abfangen wollte, zum 1:2 überwand.

„Meine Mannschaft hat in den ersten 20 Minuten hervorragend umgesetzt, was ich taktisch vorgegeben habe“, freute sich Weiss. Doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit schlichen sich leichte Unkonzentriertheiten bei den Gastgebern ein, so dass die Gäste zur Pause bis auf ein Tor auf 13:14 herankamen

HG mit exzellenter Defensive

Nach dem Wechsel legte die HG drei Tore vor auf 17:13, ehe den Braunschweigern erst nach 43 Minuten der erste Treffer zum 14:17 gelang. Dem MTV fiel in den zweiten 30 Minuten kaum noch einmal ein probates Mittel ein, die exzellent agierende Rosdorfer Defensive zu knacken. So beschränkte sich das Team von Trainer Volker Mudrow auf Einzelaktionen, die zwar ab und an noch einmal zu Toren führten, den Sieg der Rosdorfer, die den MTV immer auf Distanz von vier bis fünf Treffern hielten, noch gefährden zu können.

„Nur 24 Gegentreffer gegen das Spitzenteam dieser Liga zu kassieren, spricht für unsere hervorragende Deckungsarbeit“, meinte der überaus zufriedene Weiss, der aber dennoch davon ausgeht, dass sich der MTV die Meisterschaft in den verbleibenden Spielen nicht mehr nehmen lässt.

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 5, Zech 5/2, Brandes 1, Krebs 6, Menn 3, Bruns 2, Avram 1, Bohnhoff, Frölich 5.

Beste Braunschweig: Krause 7, Seekamp 5. 

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