Handball-Oberliga

Aus HGRG wird wieder MTV Rosdorf

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Weiter in der Oberliga: Rosdorfs Amrei Gutenberg (am Ball) im Derby gegen die HSG Göttingen. 

Eine erfolgreiche Kooperation im südniedersächsischen Sport wird zum 30. Juni diesen Jahres beendet: Nach 15 Jahren unter dem Namen Handball-Gemeinschaft Rosdorf-Grone (HG RG) gehen die beiden Klubs wieder auseinander.

Während sich der MTV Grone der TWG Göttingen anschließt und dort mit den Turn- und Wassersportlern eine neue Gemeinschaft eingeht, nimmt der MTV Rosdorf unter dem neuen alten Namen am Spielbetrieb teil.

„Wie schon vor 1999 vor der Spielvereinigung mit dem 1. SC Göttingen 05 und nach dessen Insolvenz 2003 in den Jahren von 2003 bis 2006“, heißt es in einer Pressemitteilung vom MTV-Vorsitzenden Carsten Koch, dessen Klub zurzeit keine neue Spielgemeinschaft eingehen möchte.

Bereits im Sommer 2018 hatte der MTV Grone um Marco Witte mitgeteilt, dass man einen Zusammenschluss mit der TWG anstrebe. Im Frühjahr 2019 stimmten die MTV-Mitglieder mit absoluter Mehrheit einer Fusion mit der TGW zu. Bei der Groner Kirmes 2019 gaben der MTV und der TWG die neue Kooperation bekannt.

2006 hatten sich die Rosdorfer und die Groner zusammengeschlossen, feierten besonders im weiblichen Bereich viele Erfolge im regionalen und überregionalen Bereich. Damals hatte die HGRG mehr als 20 Mannschaften im Spielbetrieb – bis heute einmalig auf Kreis- und Landesebene. Schon zuvor im Jahr 2004 war den Frauen nach der Meisterschaft in der Oberliga der Aufstieg in die Regionalliga gelungen – der größte Erfolg in der Damenhandball-Geschichte.

MTV-Klubchef Koch sieht den MTV Rosdorf „gut bis sehr gut“ aufgestellt. „Die finanzielle Situation ist trotz Coronakrise sehr positiv, sodass entsprechende Mehrkosten aufgefangen werden können. Doch solch eine Handballabteilung mit Leistungs-und Breitensport geht nur mit Unterstützung von Sponsoren und Gönnern. Somit muss auch die derzeitige HG Rosdorf-Grone Sportmarketing UG um die Geschäftsführer Matthias Jacobs und Jan Bergolte neue Wege gehen, den Namen ändern, viele Vorgaben angehen und für einen reibungslosen Ablauf des Leistungsports, vor allem bei den ersten Mannschaften der Damen und Herren, sorgen. Nicht einfach, denn die Wirtschaft, somit die Sponsoren, werden schauen, wie es nach der Covid 19-Pandemie weiter geht.“

Der MTV Rosdorf besteht seit 111 Jahren. Knapp 1150 Mitglieder zählt der größte Verein im südlichsten Gebiet Niedersachsens. Die Handball-Abteilung gibt es seit 1928. Nach dem Zusammenschluss mit Göttingen 05 spielte der MTV erstmals Regionalliga. Namen wie Volker Hempfing, Frank Sobotta, Dieter Kress, Rainer Mündemann sowie Carsten und Thomas Koch prägten die Ära.

Die 3. Liga wurde zwar nicht gehalten, dafür die Oberliga 15 Jahre mit dem Höhepunkt des Derbys gegen Duderstadt vor 1000 Fans in der Godehardhalle um den Aufstieg in die 3. Liga. Die HSV 05/MTV Rosdorf-Göttingen war inzwischen aufgelöst, der 1. SC 05 insolvent. Der MTV übernahm aber komplett den Spielbetrieb.  haz/gsd-nh

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