Handball-Oberliga Frauen: Hochverdienter Northeimer 21:18-Erfolg in Rosdorf

NHC besiegt schwache HG

Rosdorfs Maite Gutenberg (77) kommt am Kreis frei zum Wurf und erzielt ihren einzigen Treffer. Northeims Yvonne Wode (22) und Miriam Kelm (17) können es nicht mehr verhindern. Hinten Rosdorfs Anastasia Lucenko (8) und Shari Kehler (15). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die Oberliga-Handballerinnen des Northeimer HC haben einmal mehr ihre famose Auswärtsstärke unter Beweis gestellt. Im Südniedersachsenderby bei der HG Rosdorf-Grone kam das Team von Trainer Carsten Barnkothe zu einem hochverdienten 21:18 (11:9)-Sieg, durch den sie ihre Auswärtsbilanz auf nun 13:5-Zähler ausbauten. Insgesamt verlief das Nachbarduell aber auf einem überaus überschaubaren Niveau.

„Das war unser schwächstes Heimspiel“, räumte denn auch Rosdorfs Trainer Lenny Pietsch unumwunden ein. „Wir haben praktisch 40 Minuten ohne Angriff gespielt, hatten irgendwie eine Blockade. Es reichte eben einfach nicht.“

Dass NHC-Coach Barnkothe voll des Lobes über seine Mannschaft war, versteht sich von selbst. „Vor allem die erste Viertelstunde nach der Pause haben wir gut gegen die enge Deckung der Rosdorferinnen gespielt und selbst eine gute Abwehr gestellt. Am Ende wurde es aber unverständlicherweise nochmal eng, aber insgesamt haben wir das gut gemacht“, meinte der Northeimer Trainer, der auf Gloth und Strupeit verzichten musste.

Seifert sichere Schützin

Durch zwei Siebenmeter gingen die Rosdorferinnen in der Anfangsphase in Front. Freda Seifert erwies sich einmal mehr als sichere Strafwurf-Schützin. Danach aber gingen die Northeimerinnen in Front, ehe Seifert ihren dritten Siebenmeter zum 5:4 verwandelte. Nach 18 Minuten lag die HG nochmals mit 7:5 vorn, doch schon zu diesem Zeitpunkt schlichen sich immer wieder Unkonzentriertheiten ein. Das 8:7 von Devi Hille war dann schon die letztmalige Führung der Gastgeberinnen. Obwohl die Northeimerinnen mehrmals Zeitspiel gepfiffen bekamen, drehten sie nun die Partie, in der sich die HG mehrfach anfängerhafte Fangfehler erlaubte. Überhaupt ließ das Pietsch-Team in dieser Phase fast jegliche Körperspannung und Körpersprache fehlen, was das Spiel nicht gerade attraktiv erscheinen ließ.

„Irgendwie ist die Luft raus“, meinte Ex-Torwart Oliver Wode zur Pause, dessen Frau Yvonne noch einmal beim NHC aushalf.

Nach dem 9:11-Pausenstand ging bei den Rosdorferinnen in der zweiten Hälfte noch weniger. So baute der NHC seinen Vorsprung kontinuierlich aus, führte nach 36 Minuten schon 15:10. Nach weiteren Fehlwürfen brachte auch eine Auszeit von Pietsch nichts für die HGerinnen, die beim 11:19 (44.) ihren höchsten Rückstand verzeichneten. Nach dem 9:3-Lauf der Gäste zum 20:12 konterte die HG aber nochmals per eigener 6:0-Serie zum 18:20. Michelle Thielebeule machte aber letztlich alles klar für die am Ende jubelnden Gäste.

HG: Schlote, Lange - Wette, eichhofer 1, M. Gutenberg 1, Hille 3, Anastasia Lucenko 3, Jeep 2, Kehler 1, Seifert 6/5, Schrader 1.

NHC: Mugames - Weitemeier 1, M. Barnkothe 4, S. Barnkothe 3, A. Barnkothe 3, Thielebeule 3, Alina Lucenko 1, Kelm 4, Wode, Kühne. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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