Handball-Oberliga Frauen: Brisantes Derby in Rosdorf

Geismar-Coach Rindlisbacher bei seinem Ex-Team zu Gast

Duell der Trainer in der Oberliga: Geismar-Coach Lars Rindlisbacher (li.) hat einst die Frauen der HG Rosdorf-Grone trainiert. Beim Team von Trainer Frank Mai muss der personell derzeit arg gebeutelte MTV Geismar am Sonntag antreten. 2 Archivfotos: nh

Göttingen. Das zweite Derby in der Handball-Oberliga der Frauen zwischen der HG Rosdorf-Grone und dem MTV Geismar steht am Sonntag (15 Uhr) im Blickpunkt.

Für Geismars Trainer Lars Rindlisbacher ist es einen ganz besondere Partie an alter Wirkungsstätte, wo er einst das Frauen-Team, zuvor aber auch die Handball-Männer der HG trainierte.

Zwischen Rosdorf und Geismar gibt es das Duell der Trainer-Kollegen. „Wir kennen uns gut, haben zusammen schon andere Trainer ausgebildet“, sagt MTV-Coach Lars Rindlisbacher. Das Kuriose an dem Nachbar-Duell ist, dass Rindlisbacher gegen seine alte Mannschaft antritt. Er hat die HGerinnen in die Oberliga zurückgeführt und auch deren A-Jugend betreut, ehe er nach Geismar wechselte und Frank Mai in Rosdorf übernahm.

Mit 2:14-Punkten ist die Lage beim MTV derzeit sehr angespannt. „Das ist hauptsächlich unserer personellen Misere geschuldet“, sagt Rindlisbacher. Am vergangenen Montag gab es nach den beiden Niederlagen vom letzten Wochenende eine Teamsitzung. „Es geht eben nur, wenn unsere Stamm-Sieben 120 Prozent gibt“, sagt Rindlisbacher.

Doch es gibt schon neue Probleme: Merle Ziegler (Mandelentzündung), Conny Plotzki und Meryem Stielow konnten nicht trainieren. „So fahren wir natürlich als Außenseiter zur HG“, sagt Rindlisbacher. „Das Thema Klassenerhalt ist aber noch nicht ad acta gelegt“.

Für Mai, dessen Team mit 8:8-Zählern auf Rang sieben steht, ist das Derby nur „ein normales Spiel, in dem es zwei Punkte gibt“. Eine „gewisse Brisanz und einen gewissen Reiz“ habe es natürlich doch, das ist schon der Rivalität geschuldet. Mai: „Wir haben Respekt vorm MTV, die können eine gute Abwehr spielen.“

Die eigene Pleite beim HSC wurde aufgearbeitet. „Wir werden ein anderes Gesicht zeigen, dürfen aber nicht überhitzen“, sagt der HG-Trainer. Auch er hatte Probleme beim Training, weil Spielerinnen wegen Schule, Beruf und Verletzungen fehlten.

Übrigens: Dieses zweite Frauen-Oberliga-Derby ist nur der Auftakt zum „Doppel-Derby-Spieltag“, wenn am übernächsten Wochenende alle vier Südniedersachsen-Teams aufeinandertreffen: HSG Plesse gegen Rosdorf (13. Dezember) und Geismar gegen Northeim (14. Dezember). (haz/gsd)

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