Handball Frauen

„Ein wichtiger Sieg für die Moral“ für Plesse-Frauen

+
Treffsicherste HSG-Werferin: Plesses Lara al Najem (links), hier gegen Fuhlens Felia Sempf, erzielt einen ihrer acht Treffer. 

Bovenden - Die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg sind in der Oberliga nach drei sieglosen Partien wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. In der Bovender Sporthalle wurde am Samstag die HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf mit 22:20 (12:10) in die Knie gezwungen.

Dabei machte sich das Burgenteam das Leben unnötig schwer. Nach einer ersten Halbzeit mit Höhen und Tiefen schipperte die HSG-Kogge im zweiten Durchgang lange in ruhigen Gewässern. Zwischen dem 13:12 (33.) und der deutlichen 19:13-Führung nach 44 Minuten steuerte die Heimsieben zielstrebig auf zwei Pluspunkte zu. Die gerieten dann aber eher unerwartet noch in Gefahr.

Fuhlens Trainer Frank Käber erwies seiner Crew mit einer Zeitstrafe einen Bärendienst. Doch trotz Unterzahl stellte der Tabellenletzte in der 54. Minute den Anschluss zum 19:20 her. Danach dauerte es quälend lange fünf Minuten, bis Charlotte Schob ihre Mannschaft mit dem 21. Treffer anscheinend erlöste. Doch der Gast verkürzte erneut. 45 Sekunden dauerte dann Plesses letzter Angriff, den Lara Al Najem schließlich vom Siebenmeterpunkt schon nach der Schlusssirene erfolgreich abschloss.

„Wir haben nach dem 19:13 im Abschluss einige falsche Entscheidungen getroffen und den Gegner damit stark gemacht“, befand Plesses Coach Yunus Boyraz, stellte dann aber das Positive heraus: „Die Spielerinnen haben Charakter bewiesen. Die Punkte waren sehr wichtig für die Moral. Jetzt können wir ohne Sorgen nach Hannover fahren.“

Boyraz musste angesichts der Ausfälle von Devi Hille und Maike Rombach eine neue Rückraumachse zusammenstellen. Die harmonierte nach einem 5:8-Rückstand und einer Auszeit deutlich besser. Es folgte ein 7:1-Lauf, von dem die HSG bis in die Schlussviertelstunde hinein profitierte.

Zu den großen Stützen in den Reihen der Siegerinnen zählte einmal mehr Caro Menn. Die Keeperin glänzte vor allem dann, wenn Fuhlens Angreiferinnen gänzlich unbedrängt vor ihr auftauchten. Neben der umsichtig agierenden Spielmacherin Julia Herale drängten sich die „jungen Wilden“ auf. Anneke Schütze ging couragiert in jede Lücke. Nele Behrends bewies ein gutes Auge für ihre Mitspielerinnen. Auf der Rechtsaußenposition nutzte Lara Al Najem den sich bietenden Platz für eine ordentliche Trefferquote. Louise Arndt schnupperte erstmals Oberligaluft.

HSG: Röhrs, Menn - Hemke 3, Arndt, Schob 3, Behrends 2, Schütze 3, Hübers 1, Al Jajem 8/4, Herale 2, Reinholz, Müller. zys

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.