Handball-Oberliga Frauen: Artur Mikolajczyk hört am Saisonende bei Plesse-Hardenberg auf

Eine Trainer-Ära geht zu Ende

Kein Blick zurück im Zorn: Artur Mikolajczyk zeichnet seit sieben Jahren für die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg verantwortlich. Am Saisonende soll Schluss sein. Foto:  zje

Nörten / Bovenden. Wenn am 17. Mai in Bovenden die letzte Oberligapartie der Saison zwischen der HSG Plesse-Hardenberg und Geismar abgepfiffen wird, endet eine erfolgreiche Ära. Artur Mikolajczyk wird sein Engagement bei den Handballerinnen der HSG am Saisonende nicht verlängern und eine zwölfmonatige Pause einlegen. Der 39-Jährige stieg 2008 bei der HSG ein und führte das Team von der Regionsoberliga in die Oberliga. Dort liegt man im dritten Jahr auf Rang drei - die bisher beste Platzierung.

Erste leise Zweifel

Hört Mikolajczyk also auf, wenn es am schönsten ist? Dieser Ansatz wäre zu kurz gesprungen. Das Gefühl, es sei vielleicht Zeit für einen Tapetenwechsel, tauchte beim Sportwissenschaftler bereits Anfang 2014 auf. Auslöser waren nicht zuletzt personelle Fragezeichen bei der Saisonplanung. „Einige Spielerinnen entschieden sich aus persönlichen oder beruflichen Gründen dafür, die Mannschaft zu verlassen. Andere haben angesichts der persönlichen Situation angedeutet, das Engagement reduzieren zu wollen. Da stellt man sich die Frage, ob es richtig ist, weiterzumachen, bei dem Anspruch, den man hat“, beschreibt Mikolajczyk seine Gedanken. Doch auf einer Teamsitzung wurden die Zweifel zerstreut.

Dennoch war allen Beteiligten klar, dass man vor einer schwierigen Saison steht. Nach einer tollen Vorbereitung folgten nicht unerwartet einige Rückschläge. Doch die Mannschaft stabilisierte sich und spielt bisher eine starke Runde. Dennoch reifte der Entschluss, einen Schnitt zu machen. „Ich hänge mit ganzem Herzen an der Mannschaft. Es ist schön, zu sehen, welche Fortschritte die Spielerinnen gemacht haben. Wir hatten eine tolle Zeit. Doch um mich als Handballtrainer weiterzuentwickeln, muss der nächste Schritt folgen.“

Fakt ist, Mikolajczyk wird im Mai aller Voraussicht nach Besitzer der A-Lizenz sein. „Das ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, alles sacken zu lassen.“ Handball war stets die Nummer eins in seinem Leben. Es gab immer Verpflichtungen. „Nun möchte ich ein Jahr pausieren, Kräfte sammeln, um mit frischem Elan neue Aufgaben anzugehen.“

Dabei ist es keineswegs ausgeschlossen, dass sich Artur Mikolajczyk und die HSG wiedersehen. Eigentlich wollte er unter den Burgen mit Männern oder Jugendlichen arbeiten. Zu seinem „Glück“ mussten ihn die Verantwortlichen etwas drängen. „Die Chemie hat immer gestimmt. Sollte das auch im nächsten Jahr so sein, ist es gut möglich, dass ich wieder dabei bin.“

Lobende Worte findet der gebürtige Stettiner für seinen Verein. Der tanze erfolgreich auf vielen Hochzeiten, sei gut aufgestellt und leiste in der Breite erstklassige Jugendarbeit. „Ich habe mich immer wohl gefühlt. Es herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre.“ Das mache den Verein aus.

Jetzt hofft er auf einen erfolgreichen Abschluss. „Ich schätze die Mädels und das, was sie tun, sehr. Ich wünsche mir, dass die Entwicklung weitergeht und sie auch im nächsten Jahr eine gute Rolle in der Oberliga spielen.“ (zys)

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