Handball-Oberliga Frauen: Plesse-Hardenberg setzt sich in Northeim 22:18 durch

Am Ende fehlte die Kraft

Miriam Kelm (rechts) und Michelle Thielebeule (hinten) versuchen hier, Yasmin Hemke (am Ball) zu stoppen. Foto: zhp

Northeim. Die Oberliga-Handballerinnen des Northeimer HC haben am Sonntag das Südniedersachsen-Derby gegen die HSG Plesse-Hardenberg mit 18:22 (9:12) verloren. Das Burgenteam behauptete damit die Tabellenspitze. Und Northeim wahrt mit einem Punkt Rückstand den Anschluss an die Spitzengruppe.

NHC-Trainer Carsten Barnkothe machte dem Gast ein dickes Kompliment: „Es ist ein verdienter Sieg. Unsere Mittel haben nicht gezogen und am Ende fehlte uns die Kraft.“ Gästerainer Tim Becker strahlte über das ganze Gesicht: „Die Voraussetzung zum Sieg hat unsere Abwehr mit der sehr guten Torfrau Carolin Menn geschaffen. Im Angriff haben wir uns allerdings in der ersten Halbzeit schwer getan gegen die offensive Northeimer Deckung. Und in der zweiten Halbzeit haben wir es versäumt, uns abzusetzen.“ Grund seien die (zu) vielen technischen Fehler gewesen.

Rund 200 Fans sahen in der Schuhwallhalle ein von Beginn an enges und spannendes Spiel. Das Burgenteam kam zwar besser ins Spiel (4:1/9. Minute), doch acht Minuten später hatten die Northeimerinnen zum 5:5 ausgeglichen. Zur Pause aber lagen sie erneut drei Tore hinten.

Erneut keimte Hoffnung bei den Gastgeberinnen auf, als Michelle Thielebeule zum 14:14 (39.) ausglich. Dann aber warfen zwei Zeitstrafen die Gastgeberinnen zurück (14:17/44.). Die nie aufsteckenden Gastgeberinnen hatten beim 18:18 (49.) zum dritten Mal einen Rückstand aufgearbeitet. In dieser Phase parierte Northeims Torfrau Anne Zwenger mit ihrem ersten Ballkontakt einen Herale-Siebenmeter. Aber mit der Kraft des NHC ging es nun zu Ende.

Mehr und mehr übernahm der Gast die Regie auf dem Spielfeld. Am Ende hatte er den Sieg sicher heimgefahren.

Stärkste Werferin des Tages war Northeims Tanja Weitemeier mit zehn Toren, darunter vier Siebenmeter. Becker: „Wir hatten schon überlegt, Tanja kurz zu decken, uns dann aber doch dazu entschieden, sie die ganze Zeit arbeiten zu lassen, damit sie am Ende des Spiels k.o. ist. Dieser Plan ist aufgegangen.“

Genauso auch der Plan, den NHC nicht ins Gegenstoßspiel kommen zu lassen. Bei den drei, vier Gelegenheiten, die es dennoch gab, fielen auch prompt Tore.

Pech für Northeim, dass Annika Strupeit bereits in der 9. Minute nach einem Zusammenprall mit Sarah Strahlke ausfiel.

Northeimer HC: Mugames, Zwenger - Weitemeier 10/4, M. Barnkothe 1, S. Barnkothe 2, Stöhr, A. Barnkothe, Thielebeule 3, Helm 1, Gloth, Lucenko, Strupeit, Ziegler 1.

HSG Plesse-Hardenberg: Menn, Haertel - Hemke 3, Henne 1, Sander 4/3, Herale 1, Strahlke 1, Bäcker, Achler 4, Holländer 4, Kunze 1. (zhp)

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