Handball-Oberliga Frauen: Bei Plesses neuem Trainerduo werden die Drähte glühen

Der Entschluss reifte langsam

„Gute Lösung“: Artur Mikolajczyk beurteilt das Ergebnis der Nachfolgesuche positiv. Archivfoto:  zje

Nörten / Bovenden. Tim Becker und Felix Lambrecht werden mit Beginn der neuen Saison die Geschicke bei den Oberliga-Handballerinnen der HSG Plesse-H. leiten. Sie treten die Nachfolge von Artur Mikolajczyk an (wie berichteten).

Tim und Felix? Artur findet’s gut! Er kennt Becker aus gemeinsamen Zeiten während des Sportstudiums. „ Er hat einen sehr guten Hintergrund, hat erfolgreich Handball gespielt und auch schon in diesem Bereich gearbeitet. Das sind wichtige Faktoren.“ Tim Becker engagiere sich für den Verein und kennt sich bei der HSG bestens aus. „Er wird seriöse Arbeit abliefern.“

Die interne Lösung kommt für den bisherigen Erfolgscoach nicht überraschend. „Er hat sich ja praktisch selbst gefunden“, erklärt Mikolajczyk augenzwinkernd. Schließlich war Becker als stellvertretender Vorsitzender des Vereins mit der Nachfolgesuche beauftragt. Die Idee eines Trainerduos begrüßt Mikolajczyk. „Beide werden von der Kombination profitieren. Ich bin sehr zuversichtlich.“

Tim Becker stand mit dieser Lösung zunächst auf Kriegsfuß. „Auf keinen Fall“ entgegnete er ersten zaghaften Werbeversuchen. Seine Einstellung „entweder ganz oder gar nicht“ schien mit der Distanz von 200 Kilometern nach Magdeburg, wo er an seiner Doktorarbeit schreibt, nicht vereinbar. Doch je länger und schwieriger sich die Suche nach einer externen Lösung gestaltete, desto mehr reifte der Entschluss, die Herausforderung anzunehmen.

Zu allererst habe er seine Frau Anja gefragt, die schließlich auch in seiner neuen Mannschaft spielt. „Hätte sie es kritisch gesehen, hätte ich es nicht gemacht. Aber sie steht voll dahinter und findet es sogar gut.“ So sehe man sich am Wochenende noch häufiger. Auch die Mannschaft sei in den Entscheidungsprozess einbezogen gewesen. Ihr Urteil: Wir sind dabei!

Wichtig war Becker, mit Felix Lambrecht einen Partner mit Kompetenz und Autorität gefunden zu haben. Man wolle zeitnah mit den Planungen beginnen. „Trotz der räumlichen Entfernung werden wir eng zusammenarbeiten.“ Da werden die Telefondrähte sicher glühen. (zys) Foto: privat/nh

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