Handball-Oberliga Frauen: Südniedersachsen-Derby geht an die HSG Plesse-Hardenberg

Mai als fairer Verlierer

Gescheitert: Rosdorfs Freda Seifert (am Ball) hat sich zwar gegen Plesses Marilena Henne (links) erfolgreich durchgesetzt, kann aber die starke Gäste-Torfrau Carolin Menn (vom Torpfosten etwas verdeckt) nicht überwinden. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Am Ende jubelten die 40 Fans der HSG Plesse-Hardenberg in der Rosdorfer Halle am Siedlungsweg. Denn ihr Team hatte das Südniedersachsen-Derby bei der HG Rosdorf-Grone deutlich mit 30:23 (16:11 gewonnen und sich damit auf den dritten Tabellenplatz in der Handball-Oberliga vorgeschoben.

„Ich bin sehr zufrieden. Wir haben sehr gut in der Deckung gestanden, waren vorn sehr beweglich und immer aktiv“, freute sich HSG-Trainer Artur Mikolajczyk über diesen völlig verdienten Sieg.

Die Anfangsphase wurde von zwei starken Abwehrreihen bestimmt, hinter denen zwei starke Torfrauen standen. Die Gastgeberinnen waren über ihre Außenpositionen erfolgreich, während die HSG immer wieder erfolgreich Kreisläuferin Theresa Rettberg in Szene setzte. Auf der anderen Seite war es Anastasia Lucenko, die drei Tore vom Kreis erzielte und so ihr Team bis zum 9:9 und 10:10 im Spiel hielt.

HG-Fehlpässe der Knackpunkt

Doch in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit drehte Plesse auf, fing immer wieder Pässe der Rosdorferinnen ab und erzielte so über Tempogegenstöße Tore, die zu einem beruhigenden 16:11-Pausenstand führten. „Diese Fehlpässe vor der Pause waren sicherlich der Knackpunkt in unserem Spiel. Insgesamt waren wir einfach schlecht und der Gegner mit seinem breiteren Kader einfach besser“, zeigte sich HG-Trainer Frank Mai als fairer Verlierer.

Den Rosdorferinnen gelang der Start in die zweiten 30 Minuten besser. Sie kamen auf 13:16 heran, doch die HSG hielt ab der 36. Minute wieder dagegen. Beim Stande von 23:18 hielt HSG-Torfrau Carolin Menn einen Strafwurf von Amrei Gutenberg. Gefährlich hätte es für Plesse noch einmal werden können beim Stand von 25:21, als Rike Jaep bei einem Tempogegenstoß an der exzellent reagierenden Menn scheiterte. „Wenn wir da das 22:25 machen, hätte es vielleicht noch einmal spannend werden können“, mutmaßte Mai. So aber zog in der Folgezeit die HSG davon, die HG resignierte, hatte dann dem Angriffswirbel von Plesse in der Endphase nichts mehr entgegenzusetzen.

HG RG: Schlote, Bergolte - Wette 2, Eichhofer 4, A. Gutenberg 4/2, Lucenko 4, Jaep 3, Ruck, Seifert 2/2, Schrader 2, Kehler, Schneider 1, Leonard 1.

HSG Plesse: Menn - Herale 1, Henne 6, Becker, Hemke, Salam 6, Grünewald 2, Rettberg 5, Achler 2, Calsow, Bäcker, Sander 7/4, Rombach 1. (gsd)

Von Walter Gleitze

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