Handball-Oberliga: 38:26-Sieg

Favorit Plesse setzt sich gegen Geismar durch

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Klassischer Fall von „in die Zange genommen“: Bovendens Marilena Henne (am Ball) gegen Geismars Nele Neuffer (rechts) und Dorothee Arthaus. 

Bovenden – Wie erwartet endete das Oberliga-Derby der Frauen zwischen der HSG Plesse-Hardenberg und dem MTV Geismar mit 38:26 (17:12) für den Favoriten.

„Die vielen Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen“, hatte Lennart Versemann die Ursache für die Niederlage schnell gefunden. „Weil wir nicht eingespielt sind, müssen wir viel improvisieren. So erklären sich leichte Ballverluste. Die werden von Plesse bestraft.“

Im Spiel Sechs gegen Sechs sah Geismars Coach seine Mannschaft durchaus ebenbürtig. Das drückte sich in den ersten knapp 20 Minuten auch in Zahlen aus. Bis zum 9:9 (18.) hielten die Gäste das Geschehen offen. Sie kamen häufig über den Kreis oder Außen zum Erfolg. Die HSG konnte sich auf den Rückraum, allen voran Maike Rombach, verlassen. Mit zunehmender Spielzeit wurde dann das bessere Tempospiel zum entscheidenden Faktor. Auch weil die Heimsieben ein Plus zwischen den Pfosten hatte. Nele Röhrs reagierte mehrfach glänzend und bediente ihre Mitspielerinnen mit präzisen, langen Pässen. Dankbarste Abnehmerin war Lara Al Najem.

Die Pausenführung ihres Teams baute Julia Herale mit einem Doppelschlag schnell weiter aus. Bis zur 37. Minute wuchs der Vorsprung auf 23:14 an. Die Frage nach den Derbysiegerinnen war zu diesem Zeitpunkt bereits beantwortet, zumal Nele Behrends sogar in doppelter Unterzahl einnetzte.

Anerkennung verdiente sich die Einstellung der MTV-Sieben. Trotz des klaren Rückstandes war sie stets um Ergebniskorrektur bemüht. Das gelang mit einem 3:0-Lauf zum 21:27 nach 46 Minuten. Als stetige Antreiberin verdiente sich Tina Schilling eine Fleißnote. Mit ihrer starken linken Hand zeigte sich Neele Diek treffsicher. Das war aber zu wenig gegen einen tempostarken Kontrahenten, bei dem alle Feldspielerinnen einen Torerfolg zu verzeichnen hatten.

„Wir haben 15 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden. Dann hat sich die Abwehr stabilisiert. Wir haben den Ball sicher und mit genug Geschwindigkeit nach vorn getragen, waren im Abschluss geduldig. Es kam keine Hektik auf. So konnte ich nach 45 Minuten komplett durchwechseln“, zeigte sich Plesses Trainer Yunus Boyraz zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe.

Einen Gänsehautmoment hatte es gleich zu Beginn beim Comeback von Marilena Henne nach langer Verletzungspause gegeben. „Einfach geil! Es fühlt sich gut an, wenn man merkt, wie Mannschaft und Publikum hinter einem stehen“, freute sich die Spielmacherin.

HSG Plesse-H.:Röhrs, Menn - Hemke 2, Rombach 10/5, Henne 2, Hille 2, Schob 1, Seitz 1, Behrends 3, Hübers 3, Al Najem 8/1, Herale 4, Müller 2.

MTV Geismar:Merz, Linze - Jurkait 1, Neuffer 4, Stielow 2, Hirschel, Krüger, Lübbers, Arthaus 3/2, Schilling 6, Stiens 2, Diek 8/5.   zys

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