Handball-Oberliga der Frauen: Darum sind die HG Rosdorf-Grone und die HSG Göttingen zurzeit so gut

Frecher Neuling, bewährte Kraft

Göttingen. Wer hätte das vor der Saison gedacht! In geschlossener Phalanx bilden die vier südniedersächsichen Teams in der Handball-Oberliga der Frauen die Verfolgergruppe hinter Spitzenreiter HSC Hannover (17:1-Punkte): HSG Plesse-Hardenberg Zweiter (14:4), Northeimer HC Dritter, HG Rosdorf-Grone Vierter und Aufsteiger HSG Göttingen Fünfter (alle 13:5 Zähler). Hatte man von den Göttinger Teams den Rosdorferinnen nach der schon erfolgreichen vergangenen Saison durchaus wieder eine gute Rolle zugetraut, überrascht Neuling HSG Göttingen auf der ganzen Linie. Darum sind die HG und die HSG so gut:

HARMONIE NACH THEATER

Trotz Trainer-Wirbel im Sommer und vor der Saison tritt die HG Rosdorf-Grone unerwartet stabil auf. Ex-Coach Frank Mai sprang kurzfristig ab, präferierte Drittligist Fritzlar. HG-Boss Jürgen Weißke war darüber nicht zu Unrecht mächtig sauer, weil sich so schnell kein geeigneter Ersatz-Coach finden ließ. Dabei saß der doch aber in den eigenen Reihen: Lennart Pietsch.

Der Co-Trainer von Männer-Coach Gernot Weiß ist bei der HG so etwas wie die gute Seele, sprang bei den „Mädels“ ohne viel Aufhebens ein. Assistiert er Weiss, übernimmt für ihn Edda Gutenberg, deren Tochter Maite zu den besten Torschützinnen des Teams zählt. So fügt sich bei den HG-Frauien Vieles fast wie von selbst zueinander. Harmonie pur! Auch wenn’s durchaus mal ’ne deutliche „Ansage“ von Jung-Coach Pietsch gibt. Auch er sieht: Das junge HG-Team schöpft sein Potenzial noch längst nicht aus. Wie vergangenes Wochenende, als gegen den Spitzenreiter viel mehr als „nur“ das 26:26 drin war. Beste Torschützin ist derzeit Maite Gutenberg mit 43 Treffern vor Anne Eichhofer und Anastasia Lucenko (je 35).

EINGESPIELTE TRUPPE

„Das macht richtig Spaß“, meinte HSG-Trainer Uwe Viebrans am vergangenen Wochenende nach dem schon dritten Auswärtserfolg in Celle. Mit sechs Siegen und einem Remis aus neun Spielen steht der Aufsteiger aus der Verbandsliga glänzend da. „Das hatten wir so nie erwartet“, darf Viebrans durchaus stolz auf seine Mannschaft sein.

Die ist seit mehreren Serien eingespielt, viele Wechsel gab es auch vor dieser Saison nicht. Man kennt sich, man kennt die Abläufe – die verschworene Gemeinschaft sorgt für eine Überraschung nach der anderen.

„Wir sind ein junges, dynamisches Team“, sagt Viebrans. „Außerdem sind wir gut besetzt, auf vielen Positionen sogar doppelt. So können wir Ausfälle gut kompensieren.“ Zugute kommt den HSGerinnen auch, dass acht, neun Spielerinnen seit Jahren im Viebrans-Team sind. Herausragende Torschützin bei der HSG ist Janina Schmieding mit 71 Treffern, darunter 38 Siebenmeter, vor Janica Voigt (41). (gsd)

Von Helmut Anschütz

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