Handball-Oberliga Frauen: Neuling HSG Göttingen 27:23 gegen die HG Rosdorf-Grone

Freude nach Derbysieg

Durchgesetzt: HSG-Spielerin Michelle Rösler (18) lässt sich von den Rosdorferinnen Shari Kehler (links) und Maite Gutenberg nicht am erfolgreichen Torwurf hindern. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Riesenfreude auf Seiten des Aufsteigers! Da ging sogar Trainer Uwe Viebrans nach dem Schlusspfiff in die Knie vor Begeisterung vor der Leistung seines Teams, der HSG Göttingen, im Derby der Handball-Oberliga der Frauen, das die Gastgeberinnen gegen die HG Rosdorf-Grone mit 27:23 (15:9) gewonnen hatten.

„Bei uns war der Wille größer“, fand Viebrans eine einfache Erklärung dieses Erfolges, der nicht unbedingt zu erwarten war. Der Druck habe beim Gegner gelegen, „wir hatten doch als Newcomer in dieser Liga nichts zu verlieren“, so Viebrans weiter. Hingegen haderte sein Gegenüber Lennart Pietsch ob der vielen vergebenen Torchancen. „Was wir verworfen haben, ging auf keine Kuhhaut“, stellte der HG-Coach zu Recht fest.

HSG-Offensive sehr variabel

Dieses Manko zeigte sich bereits in der Anfangsphase, als nicht nur die erst 19-jährige Devi Hille zweimal an der starken HSG-Torfrau Stephanie Elkenz scheiterte, sondern auch zwei Bälle weit neben das gegnerische Gehäuse platzierte. Zudem stand die Defensive der HSG exzellent, hatte gleichwohl wenig Mühe gegen eine viel zu statisch agierende HG-Offensive und hatte vor allem HG-Kreisläuferin Anastasia Lucenko meist gut im Griff. „Wir waren nicht ballsicher genug, was sich seit einigen Spielen wie ein roter Faden durchzieht“, meinte Pietsch.

Das Angriffsspiel der HSG war indes sehr variabel – mal mit zwei Kreisläuferinnen, mal mit Positionswechseln. So ging Janina Schmieding, die alle sechs Strafwürfe sicher verwandelte und mit neun Toren beste Werferin war, von der Rechtsaußen-Position auch mal in den mittleren Rückraum.

Nicht ein Mal konnten die Gäste in Führung gehen. Vielmehr baute der Neuling seine 1:0-Führung kontinuierlich aus, lag bereits nach 18 Minuten mit 8:3 vorn und ging mit 15:9 in die Halbzeitpause. Auch nach dem Wechsel fanden die HGerinnen kein Mittel, sich entscheidend in der Offensive durchzusetzen. Vielmehr schien nach 40 Minuten beim 22:13 die Vorentscheidung zugunsten der HSG gefallen zu sein.

7:0-Lauf der Rosdorferinnen

Doch weit gefehlt! Mit einem 7:0-Lauf kamen die Rosdorferinnen bis auf drei Treffer beim 19:22 heran, hatten in der Folgezeit dreimal gar die Riesenchance zum Ausgleich. „Da haben wir dreimal den Ball weggeworfen“, ärgerte sich Pietsch ob der nicht nachvollziehbaren Hektik und Nervosität auch nach dem 23:25 in diesen zwei entscheidenden Spielphasen, die die HSG dann doch heil überstand.

HSG: Elkenz - Tischer, Lieseberg 1, J. Schmieding 9/6, Voigt 5, K. Schmieding, Rösler 4, Gräser 5, Jansen 3, Lohmann. 

HG: Schlote, Lange - Wette 2, Eichhofer 3, Lucenko 4, M. Gutenberg 4/4, Schrader 3, Kehler 2, Leonard, Eisenhauer 3, Hille 2, Jeep. (gsd)

Von Walter Gleitze

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