Nach zwei Vizemeisterschaften

Geismar steigt wieder auf: MTV ist zurück in der 4. Liga

Die beste Torschützin des Aufsteigers MTV Geismar: Laura Homfeldt, die mit ihren Team-Kolleginnen am vergangenen Wochenende die Rückkehr in die Oberliga perfekt machte.
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Die beste Torschützin des Aufsteigers MTV Geismar: Laura Homfeldt, die mit ihren Team-Kolleginnen am vergangenen Wochenende die Rückkehr in die Oberliga perfekt machte. 

Göttingen. Tränen in Rosdorf, Jubel in Geismar – in der Handball-Oberliga der Frauen gibt es zur kommenden Saison eine Wachablösung. Der MTV steigt wieder auf.

Während die HG Rosdorf-Grone als Absteiger (fast) feststeht, haben die Frauen des MTV Geismar die Rückkehr in die Oberliga geschafft. Ihr Meisterstück machten sie am Samstag beim 24:19 gegen den Tabellenzweiten Nord Edemissen.

Das Team von Trainer Lennart Versemann (25), der aus Hollenstedt stammt, 2012 nach Göttingen kam und molekulare Medizin studiert, wartet mit eindrucksvollen Zahlen auf: Von den bisherigen 20 Saisonspielen wurden 18 gewonnen. Niederlagen setzte es nur in Wittingen (17:19) und gegen den südniedersächsischen Rivalen SC Dransfeld (18:21). In eigener Halle blieb der MTV in zehn Heimspielen unbesiegt. Mit 533 Treffern hat Geismar die zweitmeisten Tore erzielt und mit 399 die wenigsten kassiert.

In der kommenden Saison wird der MTV nun den Platz der Rosdorferinnen einnehmen. Der zweite Stadtklub, die HSG Göttingen, schickte in Person von Trainer Uwe Viebrans schon mal Grüße: „Wir freuen uns auf Geismar.“

Ausgeglichenes Team

Versemann, in der dritten Saison MTV-Coach, hat eine ausgeglichene Mannschaft zum Aufstieg geführt: „Das ist unser großes Plus. Wir haben nicht diese eine Torschützin.“ So wie Laura Homfeldt. Die Rückraumspielerin taucht in der Torjägerliste der Landesliga Braunschweig erst auf Platz 14 mit 86 Treffern in 17 Spielen auf, gefolgt von Rechtsaußen Fiona Popp (78) und Cornelia Kahle (53). 

Sie trugen dazu bei, dass der MTV mit 13 Siegen in Folge in die nun mit den Partien gegen die SG Zweidorf/Bortfeld (Freitag, 20.30 Uhr, Halle Geismar II) und bei Eintracht Braunschweig (6. Mai) zu Ende gehende Saison startete. Seit gut einem Jahr hat der MTV, zuletzt zweimal Vizemeister, kein Heimspiel mehr verloren.

Guter Zusammenhalt

„Wir haben eine gute Mischung im Team und einen guten Zusammenhalt“, sagt Versemann, der selbst noch in der Verbandsliga spielt und derzeit an seiner Doktorarbeit (Thema: Bauchspeicheldrüsenkrebs) schreibt. Und auch der sportliche Ehrgeiz steht mit dem Spaß an der Sache in einem guten Verhältnis. Schon länger dabei ist Meryem Stielow. Sie ist die MTV-Kreisläuferin und Abwehrchefin, „hält den Laden zusammen“, so Versemann. Sie war bereits von 2013 bis 2015 dabei, als Geismar erstmals in der Oberliga spielte. Mit Harrislee hat die Flensburgerin einst 2. Liga gespielt.

Wie muss man den MTV-Sprung in die 4. Liga einordnen? „Ein großer Sprung“, sagt Versemann. „Es wird härter und das Tempo wird höher. Aber wir haben alle Bock auf die Oberliga!“

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