Handball-Oberliga Frauen

Geismar-Trainer Versemann: „Wir haben wieder Bock auf Handball“

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Freude im Spielerinnen-Kreis: In der ersten Oberliga-Saison gab es für die Frauen des MTV Geismar allerdings nicht allzu viel zu bejubeln. Das soll nach dem Wiederaufstieg in der Serie 2020/21 anders werden. 

Nur eine Saison nach dem Abstieg aus der Handball-Oberliga sind sie wieder da, die Frauen des MTV Geismar! Dank einer Saison ohne Niederlage (36:0 Punkte) sind sie in die viert- höchste Spielklasse zurückgekehrt. Und mit dem neuen, alten Trainer wollen sich die MTVerinnen nun besser präsentieren als in der Serie 2018/19.

Ende Januar hat Lennart Versemann (28) wieder die Trainer-Position übernommen. Obwohl das Team bis dahin ungeschlagen war, hat es mit Marc Hampel, mit dem man in die Landesliga-Spielzeit gestartet war, nicht mehr gepasst. Klub und Coach trennten sich, die offizielle Begründung lautete: Unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der sportlichen Ausrichtung. Angeblich soll auch die Trainingsgestaltung bekrittelt worden sein. „Dann hat mich der MTV-Vorstand angesprochen, ob ich das Team nicht wieder übernehmen könne“, blickt Versemann kurz zurück. Er konnte – und blieb die restlichen Partien bis zum Corona-Abbruch weiter unbesiegt mit dem Team. Die letzten vier Spiele wurden nicht mehr ausgetragen.

Die Überlegenheit des Geismar-Teams stuft Versemann jedoch realistisch ein: „Die Landesliga war nicht gut.“ Das Niveau habe zu wünschen übrig gelassen. Beispiel gefällig? Beim Auswärtsspiel in Zweidorf stand Geismars einzige Torhüterin Alena Linze im Stau, eine Feldspielerin musste zwischen die Pfosten. Trotzdem siegte der MTV in Zweidorf (das damals mit im Vorderfeld stand) mit 30:21.

Einen Torfrauen-Engpass wird es nächste Saison nicht mehr geben. Zwar wechselte Linze zu Nachbar Rosdorf, doch mit Duaa Mugames und Filiz Bühn ist Geismar künftig gut aufgestellt. „Beide sind befreundet, waren aber bei ihren früheren Klubs Northeim, Plesse und HSG Göttingen immer Gegnerinnen“, berichtet Versemann. Jetzt sollen sie ihr MTV-Team gemeinsam hinten dichtmachen.

Überhaupt sei seine Mannschaft nach dem ersten schlechten Oberliga-Jahr (nur sieben Punkte) nun inzwischen erfahrener geworden und vor allem auch breiter aufgestellt, so der Coach, der molekulare Medizin studiert hat und derzeit weiter über längere Zeit an seiner Doktorarbeit über das Pankreas-Karzinom (Bauchspeicheldrüsen-Krebs) schreibt.

Die schmale Staffel mit den Lokalkonkurrenten Rosdorf, Plesse und Northeim hält Versemann für „sehr ausgeglichen“, die kurzen Fahrten für praktisch. Eine längere gibt es demnächst zur Vorbereitung. Die Geismaranerinnen unternehmen eine Trainingsspiel-Tour in die Nordheide, wo Versemann herkommt. Tests sind geplant bei Heidmark, Hollenstedt, Tostedt und Wieckendorf.

Dann sollen auch die drei Neuzugänge Lena Kühn (Landolfshausen), Leona Windhagen (HCE Bad Oeynhausen) und Anneli Winkelmann (TSV Wietzendorf) dabei sein. Trainiert wird derzeit schon. Versemann: „Wir sind ehrgeizig, haben wieder Bock auf Handball.“ gsd/nh Foto: HUBERT JELINEK/GSD

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